Nach am Donnerstag (18.11.) veröffentlichten Daten des Interdisziplinären Vereins Intensivmedizin gibt es in 100 der 400 Kreise in Deutschland nur noch ein freies Bett auf der Intensivstation (ICU). In diesen 50 Bezirken ist kein Platz mehr für Sträflinge.
Die Gesamtzahl der Patienten auf der Intensivstation liegt bei rund 3.400 und damit unter der kritischsten Zeit der Pandemie, die mit rund 5.700 verzeichnet wurde. Personalmangel hat jedoch die Kapazität des Krankenhauses reduziert, das nun weniger Betten hat als im Vorjahr.
Überführung nach Italien
Die Situation habe dazu geführt, dass einige Patienten von München nach Bozen in Norditalien verlegt wurden, sagte der Direktor des Krankenhauses in Freising in der bayerischen Landeshauptstadt, Rainald Kaube. Kritisch ist die Lage in Bayern im Süden des Landes und in Baden-Württemberg im Nordwesten.
„Die Gesundheitsdienste sind überlastet, notwendige Operationen werden verschoben und Fallakten werden täglich veröffentlicht“, beklagten das Rote Kreuz und andere Organisationen in einer gemeinsamen Erklärung.
Das Robert-Koch-Institut, Deutschlands führender Epidemiologe, gab heute die Entdeckung von 65.371 neuen Fällen in den letzten 24 Stunden bekannt, die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Vor einer Woche waren es noch 50.196 an einem Tag. Die Inzidenz der Fälle erreichte ebenfalls ein neues Niveau und erreichte 336,9 Fälle pro 100.000 Einwohner, verglichen mit 319,5 am Mittwoch (17.11.). Die heutigen Daten zeigen, dass 264 Menschen an der Krankheit gestorben sind, die Zahl, an der letzte Woche 235 Menschen starben.



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