Deutschland verschärft seine Einwanderungspolitik: Was ändert sich?

Olaf Scholz, Bundeskanzler.

Foto: EFE – CLEMENS BILAN

Deutschlands Regierungschef Olaf Scholz und die regionalen Staatsoberhäupter haben sich am frühen Dienstag auf mehrere Maßnahmen geeinigt, die das Land für Migranten weniger attraktiv machen sollen und im kommenden Jahr in Kraft treten sollen.

Nach der Ankunft von einer Million Ukrainern im vergangenen Jahr und einem Zustrom von Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika in diesem Jahr hat die mit der Aufnahme dieser Flüchtlinge beauftragte Stadtregierung Alarm geschlagen.

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Die Situation begünstigte die rechtsextreme Partei AfD (Alternative für Deutschland), die bei zwei Landtagswahlen im Oktober an Stärke gewann.

Zum Abschluss einer Marathonsitzung, die am Montagnachmittag begann und am frühen Dienstag endete, erläuterten Scholz und die Regierungschefs von Niedersachsen (Nord), Stephan Weil, und Hessen (West), Boris Rhein, die wesentlichen Entscheidungen in einem Pressekonferenz im Kanzleramt, unter anderem über die Kürzung der finanziellen Unterstützung für Migranten.

Bisher erhielt jeder Ausländer, der in der Erstaufnahmeeinrichtung ankam, wo er Unterkunft und Verpflegung erhielt, monatlich 182 Euro in bar „für seinen persönlichen Bedarf“.

Um zu verhindern, dass Asylbewerber das Geld in ihre Heimatländer zurückschicken, erhalten Migranten nun Karten, mit denen sie in Geschäften einkaufen können, was sie brauchen.

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Derzeit werden Asylsuchende beim Verlassen der Erstaufnahmeeinrichtung in verschiedenen Unterkünften untergebracht und erhalten während der Wartezeit auf die Bearbeitung ihrer Anträge 18 Monate lang 410 Euro pro Monat für eine einzelne Person und 738 Euro für ein Paar.

Später erhöhte sich der Betrag auf 502 Euro pro Monat für eine einzelne Person und 902 Euro für ein Paar.

Stattdessen müssten Antragsteller nach der angekündigten Vereinbarung 36 statt 18 Monate warten, um von der Erhöhung zu profitieren.

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Hinsichtlich der Kosten für die Aufnahme von Migranten fordern Länder und Städte mehr Geld vom Bund, der künftig 7.500 Euro pro Flüchtling und Jahr zahlt.

Deutschland wird auch seine Kontrolle an seinen Grenzen zu Polen, der Tschechischen Republik und der Schweiz ausweiten, ein außergewöhnlicher Schritt, der der Zustimmung Brüssels bedarf.

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Friederic Beck

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