VVielleicht sollte man es besser so formulieren: Zum Glück für die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht nicht mehr so viel auf dem Spiel. Beim 24:30-Unentschieden gegen Kroatien scheiterte die DHB-Auswahl im Endspiel des Hauptfeldes am gegnerischen Torwart Dominik Kuzmanovic und hinterließ vor dem Halbfinale am Freitagabend (Stand 20:30 Uhr im Ticker) einen schwachen Eindruck in der FAZ-Liveübertragung zur Handball-Europameisterschaft, in der ARD und Dyn) gegen Dänemark.
Bundestrainer Alfred Gislason wechselte während des Spiels fast die gesamte Bank, war aber gespannt darauf, dass seine Spieler – egal wer – die besten Chancen vergaben. Kuzmanovic stoppte 22 Schüsse. Das Unbehagen, das die deutsche Mannschaft das gesamte Turnier über begleitete.
In dieser seltsamen Konjunktivnacht passiert viel. Natürlich wird es schwierig, wenn wir gegen Kroatien das Halbfinale erreichen. Denn die Kroaten verhielten sich so, als ob ihr schwacher Hauptturm nicht existierte. Sie gingen um 13.10 Uhr (25. Minute). Gislason startete mit seiner Starting Seven, die aber nicht überzeugend aussah: Seine Spieler scheiterten zu oft an Kuzmanovic.
Gislason veränderte sich nach und nach und brachte Philipp Weber ins Zentrum, Renars Uscins in den Rückraum und Justus Fischer in den Kreis. Dank Sebastian Heymann hatte Deutschland nun mehr Schwung und Power im Spiel und ging mit 14:13 in die Pause.
„Ich habe keine gute Mentalität gezeigt“
Dort können sich die Richter Knorr, Johannes Golla und Julian Köster entspannen. Nach dem Wechsel durfte sogar Spielmacher Nils Lichtlein mitwirken – der Berliner hatte zuvor noch nie eine Rolle gespielt. Die unterirdische Leistung kostete Gislason einen vergnüglicheren Abend, da die Anzahl der freien Trainings zu höheren Ergebnissen hätte führen müssen. Immerhin erzielte Jannik Kohlbacher in der 44. Minute das 18:18.
Um 19.25 Uhr wartete eine schmerzhafte Niederlage. Gislason trat zurück, aber selbst etablierte Spieler konnten das Ruder nicht herumreißen. „Vielleicht waren wir vor dem Spiel weniger aktiv“, sagte Knorr, „wir haben keine gute Mentalität gezeigt. Wir können so nicht mehr spielen. Aber wir müssen auch sehen, dass wir in den letzten Jahren die größten Erfolge erzielt haben.
Mit freundlicher Unterstützung von Island und Frankreich: Am Mittwochabend um 19:24 Uhr stand fest, dass Deutschland das Finale und die Top Vier erreichen würde. In einem Spiel, das merkwürdig emotionslos schien, war Frankreich auf dem Weg zu einem sicheren Sieg, ohne auch nur die letzte Entschlossenheit in der Verteidigung zu zeigen; Ungarn hatte bis zur Mitte der zweiten Halbzeit nur zwei Tore Rückstand und war sogar „dabei“.
Aber Frankreich schoss nach Belieben und ohne großen Widerstand Tore. Glaubt Ungarn nicht an sein Glück? Fordern lange Turniere zu viel Energie von Ihnen? Allerdings gelang Frankreich dieser 35:32-Sieg, der ihn ungeschlagen ins Halbfinale einziehen ließ – am Freitagabend (17.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker der Handball-Europameisterschaft, in der ARD und in der ARD) geht es weiter gegen den Finalisten Schweden der Hamburger Hauptbühnengruppe.
Deutschland trifft auf den Weltmeister Dänemark. Trotz der Niederlage bleibt die Spielserie bedeutsam, denn der Drittplatzierte der Europameisterschaft qualifiziert für das olympische Handballturnier, der Viertplatzierte muss Mitte März an einem Qualifikationsturnier teilnehmen.
Auch für die nächste Weltmeisterschaft im Januar 2024 in Dänemark, Norwegen und Kroatien sicherte sich Deutschland mit mindestens dem vierten Platz bei dieser Europameisterschaft das Ticket. Und noch ein Bonus: Die DHB-Auswahl kann auch die Europameisterschaft in zwei Jahren planen. Planungssicherheit ist für den gesamten Verein wichtig.
Aber jetzt gibt es niemanden mehr, der helfen kann – und vor allem braucht Deutschland ein besseres Ergebnis als am Mittwoch gegen Kroatien. Dänemark ist der härteste Ort im Welthandball, mit zwei oder drei starken Spielern überall, selbstbewusst trainiert von Trainer Nikolaj Jacobsen, selbstbewusst, spielfreudig und mit viel Abwechslung im Ärmel.
Niklas Landin, Mikkel Hansen, Mathias Gidsel, Simon Pytlick: Auf Deutschland wartet eine Auswahl an Stars, ausgeglichen zwischen Jung und Alt. Allerdings war dieser rot-weiße Mix bei den letzten beiden Kontinentalmeisterschaften relativ erfolgreich: Vor vier Jahren schied er in der Vorrunde aus und wurde 2022 Dritter.
Die Dänen reisten am Dienstag mit dem Zug aus Hamburg an, pünktlich zu einem drohenden Lokführerstreik. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn als Mobilitätspartner muss für den DHB wie ein schlechter Scherz gewirkt haben. Doch auf dem elektronischen Brett stürmte ICE in die Arena und kündigte günstigere Preise an. Zumindest rollt der DHB-Zug weiter – auch wenn der Auftritt am Mittwochabend mit einer herben Niederlage endete, die die Stimmung deutlich trübte.



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