AFP
Bundeskanzler Olaf Scholz und die Staats- und Regierungschefs der 16 Bundesländer haben sich am Mittwoch auf neue Schritte zur Eindämmung der steigenden Zuwanderung geeinigt.
„Die Kontrolle und Begrenzung der illegalen Einwanderung hat für Deutschland Priorität“, sagte Scholz auf einer Pressekonferenz.
Die Vereinbarung umfasst die Modernisierung von Computersystemen, um die Bearbeitung von Asylanträgen zu beschleunigen, die derzeit durchschnittlich 26 Monate dauern, was die Ausweisung abgelehnter Personen beschleunigen könnte.
Auch die maximale Haftdauer für Migranten wurde von 10 auf 28 Tage verlängert.
In den ersten vier Monaten des Jahres 2023 wurden in Deutschland 101.981 Asylanträge gestellt, ein Anstieg von 78 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2022.
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland fast 218.000 Asylanträge gestellt, die höchste Zahl seit 2015/2016, als das Land zahlreiche Migranten aus Syrien und Afghanistan aufnahm.
Darüber hinaus kamen nach der russischen Invasion des Landes mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine.
Deutschland werde auch eine „neue Migrationsallianz“ mit dem Herkunftsland der Neuankömmlinge anstreben, sagte Scholz auf einer Pressekonferenz.
Er fügte hinzu, dass dieses Abkommen die Ankunft „qualifizierter Beamter“ aus den betreffenden Ländern als Gegenleistung für die Rückkehr irregulärer Migranten erleichtern würde.



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