Deutschland schlägt vor, die Bürotemperatur auf 19 °C zu senken, um bis zu 20 % Gas einzusparen

Deutschland schlägt zusätzliche Maßnahmen vor Energie sparen denn die Regierung von Außenminister Olaf Scholz will die Abhängigkeit des Landes von russischen Erdgaslieferungen verringern.

Das Wirtschaftsministerium hat laut einer Erklärung vorgeschlagen, die Mindesttemperatur in Büros sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor auf 19 Grad Celsius (66 Fahrenheit) zu senken, um den Gasverbrauch um 20 Prozent zu senken. Dies geschieht in den kälteren Monaten, wenn der Wärmebedarf normalerweise hoch ist.

Es sei „wichtig, deutlich mehr Gas einzusparen: in der öffentlichen Verwaltung, in Unternehmen und in möglichst vielen Privathaushalten“, um die Befüllung von Gasspeichern vor der kalten Jahreszeit fertigzustellen, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck in einer Mitteilung.

Deutschland und andere Länder der Europäischen Union bemühen sich, Gasvorräte zu lagern, da Russland den Fluss in den Block angesichts zunehmender Spannungen über Moskaus Krieg in der Ukraine einschränkt. Europas Energiekrise, eine der schlimmsten in der modernen Geschichte, heizte die Inflation an und drohte, einige der größten Volkswirtschaften der Region in eine Rezession zu stürzen. Der Preis der europäischen Gasbenchmark notierte zuletzt nahe dem höchsten Stand seit Anfang März.

Gasversorger und Vermieter müssen Kunden und Mieter im Voraus über die geschätzten Kosten des Gasverbrauchs und mögliche Einsparungen ab diesem Herbst informieren, sagte das Ministerium.

Deutsche Haushalte sehen sich mit höheren Gasrechnungen konfrontiert und müssen in den kommenden Monaten Energiesteuern zahlen, die nach Versorgungseinschränkungen aus Russland die Lebenshaltungskosten um bis zu 1.000 Euro (1.026 $) pro Jahr erhöhen.

Wie viel Kraftstoff die europäischen Länder einsparen, wird weitgehend die Fähigkeit des Kontinents bestimmen, den Winter mit begrenzten Ablenkungen zu überstehen. Deutschlands Gasspeicher sind zu fast 75 % gefüllt, auf dem Weg, das 75-%-Ziel für den 1. September zu erreichen, aber noch weit entfernt von dem 95-%-Ziel der Regierung für November, so die Daten der Netzregulierungsbehörde des Landes.

Habecks Vorschlag, der für die nächste Heizperiode und darüber hinaus gilt, soll nun in der Bundesregierung diskutiert werden.

Lora Kaiser

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