Deutschland hat in seinem jüngsten Politikwechsel eine massive Erhöhung der Militärausgaben angekündigt

Rektor von DeutschOlaf Scholz kündigte Pläne für eine massive Erhöhung der militärischen Verteidigungsausgaben im Rahmen des jüngsten historischen Politikwechsels in dem europäischen Land an, der durch Russlands Invasion in der Ukraine ausgelöst wurde.

Deutschland werde in diesem Jahr 113 Milliarden Dollar in einen Fonds zur Modernisierung der Armee stecken, sagte Scholz am Sonntag in einer Rede vor einer Sondersitzung des Unterhauses. Bis 2024 werde die Regierung mindestens 2 % des jährlichen Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgeben, fügte er hinzu, in Übereinstimmung mit einem NATO-Ziel, das Berlin konsequent nicht erfüllt habe.

Scholz wurde in den vergangenen Wochen von Gegnern und Verbündeten gleichermaßen heftig kritisiert für seine Unentschlossenheit und Schwäche angesichts der wachsenden Aggression Russlands gegen die Ukraine. In den letzten Tagen hat er nach einer vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordneten massiven Offensive gegen die ehemalige Sowjetrepublik eine Reihe weitreichender Änderungen in der seit langem festgefahrenen deutschen Politik angekündigt.

Schon vor der Invasion stoppte Scholz den Zertifizierungsprozess für die Pipeline Nord Stream 2, die gebaut wurde, um mehr von dem Gas zu transportieren, von dem die Russen stark abhängig sind. Am Samstag gab er Deutschlands traditionelle Weigerung auf, Waffen in Konfliktgebiete zu liefern, und gab nach, russische Banken aus Swift zu vertreiben, dem System, mit dem Billionen von Dollar zwischen Tausenden von Banken auf der ganzen Welt abgewickelt wurden. Die Bereitschaft, die Ukraine mit militärischer Ausrüstung zu beliefern, darunter Boden-Luft-Raketen und Panzerabwehrwaffen, war in vielerlei Hinsicht der dramatischste Schritt.

Das gründliche Umdenken von Scholz und seiner Regierung kommt unerwartet und lässt vermuten, dass Europas größte Volkswirtschaft endlich bereit ist, in die internationale Arena einzudringen, trotz jahrzehntelanger Zurückhaltung, die mit ihrer Rolle im blutigsten Konflikt des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, der am Sonntag im Parlament saß, sprach von einem „wirklich historischen Moment“.

Deutschlands Verteidigungsausgaben schwankten in den letzten Jahren um 1,5 % und sind laut NATO-Angaben prozentual sogar leicht unter den Ausgaben des letzten Jahres gesunken.

Das hat zu Kritik geführt, dass das Militär durchweg unterfinanziert sei. Deutschland hat die Zahl seiner Kampfpanzer seit 1989 von 4.700 auf 300 und die Zahl der Kampfflugzeuge von 390 auf 230 reduziert, heißt es in einem Bericht des Magazins Der Spiegel. Die Truppenstärke wurde von über 300.000 auf 180.000 reduziert.

Lora Kaiser

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