Deutschland: Google gibt Wettbewerbspolizei Versprechen – Bild

Der amerikanische Gigant Google hat angeboten, seinen Nachrichtendienst „Google News Showcase“ von den Ergebnissen seiner Suchplattform in Deutschland auszuschließen, um eine Untersuchung der Kartellbehörden gegen Presseverlage zu beenden, teilten sie am Mittwoch mit. „Google hat Schritte unternommen, um die von uns geäußerten Bedenken auszuräumen … Die Integration von Showcase-Inhalten in die allgemeine Suchleiste steht nicht mehr auf der Tagesordnung“, sagte Andras Mundt, Präsident der Wettbewerbspolizei, in einer Pressemitteilung. Der im Dezember 2020 in Deutschland gestartete Dienst „Google News Showcase“ ermöglicht es Medienpartnern, für von Google bereitgestellte Inhalte auf einer dedizierten Plattform bezahlt zu werden. Der amerikanische Gigant plant, diese neue Plattform in seine Hauptsuchleistenergebnisse zu integrieren, was zu einer Steigerung seines Publikums führen wird.

Das Kartellamt leitete nach dieser Ankündigung eine Untersuchung ein, nachdem es vom deutschen Verlag Corint Medias beschlagnahmt worden war, der die Rechte deutscher Radio-, Fernseh- und Nachrichten-Websites verwaltet. Verlage befürchten den Verlust von Medienreferenzen, die keinen Vertrag mit Google abgeschlossen haben. „Der Dienst Google News Showcase und seine Integration in (…) die Google-Suchmaschine sind eindeutig darauf ausgelegt, die Aufmerksamkeit der Nutzer auf den neuen Informationsdienst (…) und seine Presseinhalte zu lenken“, sagte er. „Damit wird die Quasi-Monopolstellung von Google auf dem Suchmaschinenmarkt zu Lasten von Publishern missbraucht, die nicht an dem Dienst teilnehmen“, so der Verlag. Ein weiterer Teil des Verfahrens ist die Frage, ob Presseverlage, die sich bei Google registrieren, alle Urheberrechte ihrer Nachbarn geltend machen können, was Google laut Kartellamt ebenfalls anerkennt. . Schließlich versicherte der amerikanische Gigant, dass der Zugang zu seinen Diensten nach „objektiven“ Kriterien erfolgen würde und Verlage nicht nach anderen Kriterien, insbesondere finanziellen, diskriminiert würden.

Auf Nachfrage von AFP äußerte sich Google zunächst nicht zu der Entwicklung. Von nun an wird Office sich mit „Akteuren aus dem Verlagssektor“ beraten, um festzustellen, ob sie den Vorschlag von Google akzeptieren, im Austausch dafür, dass sie diesen Prozess ignorieren. Die Ankündigung erfolgt Tage nach der Entscheidung der Wettbewerbspolizei, Google als „sehr wichtiges Marktunternehmen“ einzustufen, was eine verstärkte Prüfung wettbewerbsrechtlicher Angelegenheiten ermöglicht.

Lora Kaiser

"Unternehmer. Preisgekrönter Kommunikator. Autor. Social-Media-Spezialist. Leidenschaftlicher Zombie-Praktiker."

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert