Tödliche Überschwemmungen am 14. und 15. Juli 2021 in Europa haben auch in Deutschland ihre Spuren hinterlassen. An diesem Donnerstag fand in den am stärksten betroffenen Städten ein Gedenkgottesdienst in Anwesenheit deutscher Politiker statt.
Ein Jahr nach den tödlichen Überschwemmungen in Europa hielt Deutschland, das am stärksten betroffene Land, an diesem Donnerstag eine Zeremonie zu Ehren der Opfer ab. Am 14. und 15. Juli 2021 kam es im Westen des Landes vor allem in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu starken Regenfällen. Mehr als 180 Menschen wurden getötet und 800 verletzt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz nehmen an der Gedenkfeier in der Kreisstadt Altenahr teil. Auch in vielen Städten, die von den Überschwemmungen betroffen waren, fanden Zeremonien statt.
Die ungewisse Schätzung des Schadens in Deutschland wird auf mehr als 30 Milliarden Euro geschätzt. Überschwemmungen zerstörten viele Eisenbahnen, Straßen, Brücken, Mobilfunkmasten und vielerorts die Gas-, Strom- und Wasserversorgung.
Warnsystem stärken
Hatte der Deutsche Wetterdienst mit Regen und Überschwemmungsgefahr gerechnet, waren die Anwohner offensichtlich nicht ausreichend gewarnt, was erklärt, warum viele Anwohner die betroffenen Gebiete nicht evakuierten. Anwohner „hatten den Eindruck, dass es starker Regen war“, aber „das Ausmaß wurde nicht klar genug kommuniziert“, sagte ein deutscher Beamter nach den Überschwemmungen.
Insbesondere gegen den Landrat des Landkreises Ahrweiler (West) wurde ein gerichtliches Ermittlungsverfahren wegen „fahrlässiger Tötung“ eingeleitet.
Deutschland plant, das Versenden von Alarmen per SMS zuzulassen, um die Anwohner vor den Risiken zu warnen, und will seine Präventionssysteme mit Sirenen reaktivieren, von denen viele in den letzten Jahren wegen mangelnder Wartung abgebaut wurden.



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![In Belgien wurden in der Stadt Verviers, 32 Kilometer östlich von Lüttich, vier Leichen gefunden. [FRANÇOIS WALSCHAERTS / AFP] In der Stadt Verviers, 32 Kilometer östlich von Lüttich, wurden vier leblose Körper gefunden.](https://static.cnews.fr/sites/default/files/styles/image_375_210/public/francois_walschaerts_afp_60f041e8bfe9c.jpg?itok=4MLX-NnR)