Die Webseiten mehrerer deutscher Flughäfen seien am Donnerstagmorgen wegen „Cyberangriffen“ nicht erreichbar gewesen, teilten ihre Manager der Nachrichtenagentur AFP mit.
„Unsere Website ist derzeit nicht erreichbar“, sagte ein Sprecher des Flughafens Düsseldorf (West), Deutschlands viertgrößtem Flughafen.
Auch der Flughafen Nürnberg (Süd) soll betroffen sein, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP, „es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Anschlag gehandelt hat“.
„Wir vermuten einen Hack“, teilte der Flughafen Dortmund (West) ebenfalls besorgt mit.
Es wird eine Operation vom Typ „DDoS“ sein, die darin besteht, eine große Anzahl von Anfragen zu senden, um Online-Dienste zu überfluten, sagten die Quellen.
„Der Standort ist mit einer Vielzahl von Anfragen überfordert“, erläuterte ein Sprecher des Nürnberger Flughafens, der Zeitpunkt für eine Rückkehr zur Normalität sei „ungewiss“.
Auch die Flughäfen Hannover (Mitte) und Baden-Baden (West) waren laut der deutschen Presse betroffen. Auch Erfurt (Mitte) ist bestätigt bestätigt.
Die Seiten der meisten von ihnen seien gegen 13 Uhr GMT immer noch nicht zugänglich, sagte ein AFP-Journalist.
Laut der deutschen Wochenzeitung Der Spiegel wurde die Operation von einer „russischen Aktivistengruppe“ durchgeführt, die sich zu dem Angriff bekannt hatte.
Deutschland war in den letzten Jahren Ziel mehrerer Cyberangriffe, die Russland zugeschrieben wurden, darunter einer im Jahr 2015, der auf den Bundestag, das Unterhaus des deutschen Parlaments und die Büros der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel abzielte.
Im Januar wurden Websites von Behörden, Unternehmen und Flughäfen Ziel von Cyberangriffen, wodurch einige gelähmt wurden.
Laut einem am Donnerstag von Google veröffentlichten Bericht haben russische Cyberangriffe auf NATO-Staaten im Jahr 2022 im Vergleich zu 2020 um 300 % zugenommen.
Dieser Angriff erfolgte am Tag nach einem massiven Computerausfall, der durch Verkabelungsarbeiten verursacht wurde und zu einem mehrstündigen Ausfall der Fluggesellschaften in Frankfurt und in geringerem Maße in München führte.



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