BERLIN, 16 (DPA/EP)
Bundesminister für Verkehr und Digitalisierung, Volker Wissing, hat die Europäische Union aufgefordert, rasch gesetzliche Regelungen für den flächendeckenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zu erarbeiten.
„Wir müssen jetzt klug reagieren und künstliche Intelligenz organisieren, bevor es zu spät ist. Es wird nicht mehr viele Jahre dauern“, sagte Wissing in einer Stellungnahme der „Bild am Sonntag“.
Am beliebtesten sind derzeit Programme, die ChatGPT-Text automatisch generieren, Googles Konkurrenzsoftware Bard und Programme, die Bilder aus Textbeschreibungen generieren können.
Gleichzeitig gibt es Bedenken, dass diese KI-basierte Technologie missbraucht werden könnte, um beispielsweise Falschinformationen zu verbreiten.
„Es ist sehr wichtig, eine Balance zu finden zwischen Offenheit für Innovationen und einem klaren rechtlichen Rahmen, der den Maßstab für vertrauenswürdige KI setzt“, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums gegenüber dem „Handelsblatt“.
Die Bundesregierung habe sich in der europäischen Debatte um eine KI-Regulierung dafür eingesetzt, den Einsatz bestimmter risikoreicher KI-Systeme durch öffentliche Verwaltungen in öffentlich zugänglichen Datenbanken darzustellen.
Er erklärte, dass dies ein System sei, das im Grenzkontroll- oder Strafverfolgungsbereich eingesetzt werden könne – beispielsweise um die Wahrscheinlichkeit einer Straftat vorherzusagen.
Minister Wissing betonte, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen sicherstellen müssen, dass neue Technologien nur dann eingesetzt werden können, wenn europäische Werte wie Demokratie, Transparenz und Neutralität respektiert werden. „KI-Systeme sollen uns nicht manipulieren, sie sollen uns unterstützen.“ Gleichzeitig betonte er, dass er große Chancen im Einsatz künstlicher Intelligenz sieht.



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