Der Dokumentarfilm „Dahomey“ gewann einen Goldenen Bären

25.02.2024 02:14:05

24.02.2024, 20:2024.02.2024, 20:24

Der Dokumentarfilm „Dahomey“ des französischen Regisseurs Mati Diop gewann den Goldenen Bären der Berlinale. Das gab die Jury am Samstagabend in Berlin bekannt. Der senegalesische Filmemacher beschäftigt sich mit der Rückgabe gestohlener Kunstschätze nach Afrika.

Mit Habib Ahandess, Josea Guedje, Mati Diop und Gildas Adannou auf der Berlinale am 18. Februar 2024. EBild: keystone

In „Dahomey“ begleitet Diop 26 Statuen auf ihrer Reise von Frankreich in ihr Heimatland, das heutige Benin. Der experimentelle Dokumentarfilm besticht durch seine poetischen Passagen – so spricht beispielsweise einer der geraubten Kunstschätze mehrfach aus dem Off.

Ein weiterer Gewinner

Der deutsche Regisseur Matthias Glasner erhielt für sein Drehbuch zu seinem Stück „Die“ den Silbernen Bären – den einzigen Preis im Wettbewerb für Deutschland.

Der Große Preis der Jury ging in diesem Jahr an Südkorea. Die Jury zeichnete das seltsame Werk „Yeohaengjaui pilyo“ („Die Bedürfnisse eines Reisenden“) des südkoreanischen Regisseurs Hong Sangsoo mit Isabelle Huppert in der Titelrolle aus. Der rumänisch-amerikanische Schauspieler Sebastian Stan erhielt den Silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung in einer Hauptrolle in der Tragikomödie „A Different Man“.

Der Preis für die beste Nebenrolle ging an die britische Schauspielerin Emily Watson in dem irisch-belgischen Drama „Small Things Like These“. Die Science-Fiction-Parodie „The Empire“ gewann den Preis der Jury. Der Dominikaner Nelson Carlos De Los Santos Arias gewann den Silbernen Bären für die beste Regie für den Experimentalfilm „Pepe“ über ein in Kolumbien verstorbenes Nilpferd, während der österreichische Kameramann Martin Gschlacht den Silbernen Bären für seine herausragenden künstlerischen Leistungen erhielt. Er erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit im erschütternden Historiendrama „Des Teufels Bad“. (nda/dpa)

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Lora Kaiser

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