Lünen (Deutschland), 23.10. (dpa) – Die Bauministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, lobte heute den Bau des ersten Sozialwohnungsbaus des Landes im 3D-Druck und mit staatlicher Finanzierung.
„Mit dem ersten öffentlich geförderten Mehrfamilienhaus integrieren wir in Nordrhein-Westfalen bezahlbaren Wohnraum und innovatives Bauen unter einem Dach“, sagte Scharrenbach bei einem Besuch der Baustelle im westdeutschen Lünen.
Zur Förderung dieser Bauart verfügt die Landesregierung über einen Fonds von 1,7 Millionen Euro. Mehr als drei Viertel der Mittel stammen aus Programmen der öffentlichen Wohnungsbauförderung. Im Gegenzug wurde bestätigt, dass die Mietpreise maximal sechs Euro pro Quadratmeter betragen und die Wohnungen einkommensschwachen Menschen vorbehalten bleiben.
Mit diesem Projekt möchte das Land Nordrhein-Westfalen die Potenziale im Bereich des sozialen Wohnungsbaus ausloten. Die beim Bau von sechs Häusern gesammelten Erfahrungen werden auch die Grundlage für planerische und wirtschaftliche Überlegungen für weitere Projekte bilden.
Die ersten beiden Stockwerke des dreistöckigen Gebäudes werden mit 3D-Druckern gebaut. Bei dieser Technik trägt eine große Düse Spezialbeton in mehreren Zentimeter dicken Schichten auf.
Nach Angaben des ausführenden Unternehmens benötigt dieser Drucker knapp hundert Stunden reines Drucken, was eine enorme Zeitersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Methoden darstellt.
Während das Dachgeschoss in Holzhybridbauweise errichtet wird, kommen bei Fundament und Dach konventionelle Methoden zum Einsatz. In einem Jahr wird das Gebäude bezugsfertig sein.



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