BERLIN, 28.04. (DPA/EP) –
Der Bundestag, das Unterhaus des Deutschen Bundestages, hat an diesem Freitag der Beteiligung deutscher Truppen an der neuen EU-Militärkooperationsmission in Niger (EUMPM, sein englisches Akronym) zugestimmt.
Der Umzug wird es der Bundeswehr ermöglichen, bis zu 60 Soldaten bereitzustellen, um die Streitkräfte des Niger im Kampf gegen Dschihadisten und bewaffnete Banden zu stärken. Im Abkommen gilt die Zusammenarbeit auf militärischer Ebene bis zum 31. Mai 2024.
„Terroristische Gruppen konnten ihr Operationsgebiet auf weite Teile von Mali, Burkina Faso und teilweise Niger ausdehnen. Dadurch hat auch die Bedrohung im Grenzgebiet der Sahel-Staaten zu den Küstenstaaten deutlich zugenommen“, nahm ein vom Bundestag angenommener Antrag an, der hinzufügte, dass diese Krise die Entwicklungsmöglichkeiten in der Region untergrabe und „das Ausland direkt betreffe und sicherheitspolitische Interessen Deutschlands und Europas“.
Mit der neuen Mission verstärkt die EU ihr Engagement in dem westafrikanischen Land inmitten der Spannungen mit der Militärjunta in Mali, wo sich internationale Truppen, die Bamako im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen, zurückziehen, berichtete die deutsche Nachrichtenagentur DPA.
EUMPM Niger wurde beauftragt, die nigerianischen Streitkräfte beim Aufbau von Kapazitäten zu unterstützen, wobei drei Projekte im Mittelpunkt stehen: Einrichtung einer technischen Schule, spezialisierte Hilfsausbildung für bestehende Einheiten und Aufbau eines Unterstützungsbataillons. Damit ist die Teilnahme an Kampfhandlungen ausdrücklich ausgeschlossen.



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