Der Index Ibex 35 legte heute um 0,21 Prozent auf 9.455 Punkte zu. Zu den besten Tageszeiten lag die Zahl bei über 9.500. Eine Serie von drei Sitzungen mit Gewinnen, nachdem die letzten sieben Tage in Folge rote Zahlen geschrieben hatten. Grifols, Aena, Meliá, Indra und Telefónica sind die optimistischsten Werte. Telefónica ist nur noch fünf Cent davon entfernt, 4 Euro pro Aktie zurückzugewinnen. Die Anleger haben die schlechten Wirtschaftsindikatoren von heute verdaut. Der ZEW-Geschäftsklimaindex in Deutschland fiel mit minus 11,4 Punkten schlechter aus als erwartet, nach minus 12,3 im Vormonat. Darüber hinaus sind die Großhandelspreise in Deutschland im August im Jahresvergleich um 2,7 Prozent gesunken. Auch das ZEW, das sich auf die gesamte Eurozone bezieht, verschlechterte sich. Sie hat sich von minus 5,5 auf minus 8,9 verändert.
Die deutsche Wirtschaft kühlt sich ab. Dies belastet den gesamten Alten Kontinent und könnte die Europäische Zentralbank „zwingen“, die Dynamik steigender Zinssätze zu stoppen. Analysten sind sich nicht sicher, ob die EZB übermorgen die Geldpreise erneut erhöhen oder für eine Weile damit aufhören wird. Das Problem ist, dass die europäische Wirtschaft am Rande einer Stagflation steht. Die Wirtschaftstätigkeit steht kurz vor dem Abschwung, doch die Inflation hat sich nicht nachhaltig verbessert, obwohl die EZB ihren Leitzins in nur einem Jahr von null auf 4,25 Prozent angehoben hat. Die steigenden Energiepreise sind größtenteils für die hohen Inflationsspannungen verantwortlich. Der Ölpreis erreichte heute Nachmittag 92 US-Dollar pro Barrel Nordsee-Rohöl der Sorte Brent, dem europäischen Benchmark. Das ist der höchste Stand seit November. Anfang Juli 75 Dollar bezahlt. Daher ist es in zweieinhalb Monaten um 24 Prozent teurer geworden. Analysten schließen nicht aus, dass der Preis bald über 100 US-Dollar liegen könnte.
Heute Nachmittag wurde der Monatsbericht der OPEC veröffentlicht. Das Kartell hat seine Prognose für das Wachstum der weltweiten Rohölnachfrage nicht geändert. Sie gehen davon aus, dass es in diesem Jahr um 2,4 Prozent steigen wird, was auf die größere Nachfrage aus Entwicklungsländern wie China und Indien zurückzuführen ist. China ist der weltweit größte Kraftstoffimporteur. Nach Schätzungen der OPEC wird die Erde im nächsten Jahr täglich 104,3 Millionen Barrel verbrauchen. Die Ölförderländer behielten ihre globalen Wirtschaftswachstumsprognosen für dieses und nächstes Jahr bei 2,7 bzw. 2,6 Prozent.
Auf dem Sekundärmarkt für Staatsanleihen steigen die Anleiherenditen. Zehnjährige spanische Anleihen bieten 3,69 Prozent, verglichen mit 2,63 Prozent für deutsche Bundesanleihen und 4,29 Prozent für US-Anleihen. Auf dem Primär- oder Emissionsmarkt hat das spanische Finanzministerium heute Morgen Schuldverschreibungen mit Laufzeiten von 3 und 9 Monaten platziert. Dieser Fonds hat mehr als 2,3 Milliarden Euro eingesammelt. Die Forderung war deutlich höher als der letztlich zugesprochene Betrag. Die Rentabilität kurzfristiger Wertpapiere sank leicht auf 3,49 Prozent im Vergleich zu 3.535 Prozent bei der vorherigen Auktion. Auch die Rendite stieg über neun Monate hinweg leicht von 3,70 auf 3,737 Prozent. Letzte Woche verkaufte die Staatskasse 6- und 12-monatige Schuldtitel mit einer sehr stabilen Rendite von rund 3,68 Prozent.



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