Der 2004 in Spanien verschwundene Mann, dessen Familie vermutlich gestorben ist, hat sich in der Schweiz mit einer neuen Frau ein neues Leben aufgebaut.

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Ein 2004 in Spanien verschwundener Deutscher, dessen Frau gestorben sein soll, lebt seit 18 Jahren mit einer anderen Frau in der Schweiz. Erst die Polizeikontrolle entlarvte ihn. Was riskiert er?

Dies ist eine außergewöhnliche Geschichte, die gerade von der Polizei des Kantons Schwyz in der Schweiz aufgedeckt wurde. Unwissentlich findet er einen seit 2004 vermissten Deutschen, der nach Angaben seiner Familie schon länger tot ist. Tatsächlich war der Mann freiwillig verschwunden und baute sein Leben mit einer anderen Frau wieder auf.

Damals im Jahr 2004. Ein deutsches Ehepaar verließ seine nordrhein-westfälische Heimat, um sich im sonnigen Spanien niederzulassen. Sie eröffneten ein Autohaus. Im September teilte der Mann seiner Frau mit, er müsse nach München, um ein Fahrzeug zu kaufen. Ohne es zu wissen, war dies das letzte Mal, dass er sie sah. Der Mann nahm einen Zug und fuhr nach Konstanz, wo er am Hotel Bilger-Eck ausstieg. Es verschwand am Dienstag, den 21. September 2004. Niemand wird es hören.

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Mysteriöses Verschwinden im Hotel

Es war das Hotel, das das Verschwinden der Polizei gemeldet hatte, weil es eine betrügerische Straftat vermutete. Bei der Durchsuchung des Zimmers fand die deutsche Polizei alle persönlichen Gegenstände des Vermissten: seine Aktentasche, Fahrzeugkaufunterlagen, seine Kleidung … Alles war da. Bis auf die Tasche eines 56-Jährigen und seine Reisedokumente. Gleichzeitig ging die Ehefrau in Spanien ebenfalls zur Polizei, um das Verschwinden ihres Mannes zu melden.

Alle Hypothesen untersucht

Wurde der Mann entführt? Wurde er getötet? Hatte er einen Unfall? Alle Hypothesen werden berücksichtigt. Die Zeit verging, es tauchten keine Hinweise auf und der Mann war nirgends zu finden.

Vier Jahre später, 2008, verhörte die Polizei im Schweizer Kanton Schwyz einen deutschen Staatsbürger. Durch die Überprüfung seiner Papiere erfuhr die Schweizer Polizei, dass dieser Mann vor vier Jahren in Spanien verschwunden war. Die Schweiz warnte ihre spanischen Kollegen. Aber die Spanier warnten weder ihre deutschen Kollegen noch die Frau des Mannes.

Ende 2020 übernahm eine Kriminalpolizeieinheit aus Rottweil in Deutschland diesen „Cold Case“, diesen nie aufgeklärten Kriminalfall. Die Ermittler verfolgten die Reisepläne des vermissten Mannes, suchten seine DNA in Datenbanken und nahmen wieder Kontakt mit der Schweizer Polizei auf, sagte die deutsche Zeitung Südkurier.

Versteckt in der Schweiz und 75 Jahre alt

Der deutschen Polizei und den Schweizer Behörden gelang es schließlich, Spuren des deutschen Autoverkäufers zu finden. Er lebt noch in der Schweiz. ruhig. Seit 2004 mit einer neuen Lebensgefährtin. Der Mann ist jetzt 75 Jahre alt.

Auf Nachfrage wollte der Mann seinen Abgang weder erklären noch konkretere Angaben machen. Er akzeptierte nur, dass die Behörden seiner Frau sagten, dass er noch am Leben sei. Das Paar hat mehrere Kinder.

Was riskiert ein Mann, der es nicht gewagt hat, seiner Frau seinen Abgang anzukündigen? Könnte er verklagt werden, weil er alles über Nacht umgedreht hat? Sich freiwillig verstecken? Betrügt seine Frau seit 19 Jahren? Kann er vor Gericht gestellt werden, weil er in seinen Fußstapfen Polizeikräfte aus mehreren Ländern mobilisiert hat? Er ging überhaupt kein Risiko ein. „Wenn jemand sein altes Leben verlässt, geht uns das nichts an, es ist persönlich und wir fragen nicht warum“, sagte Südkurier Thomas Föhr, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Konstanz. Der Mann hatte nicht die Absicht, die Schweiz zu verlassen oder seine Frau wiederzusehen.

Lora Kaiser

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