Der Geschäftsklimaindex ist den dritten Monat in Folge gesunken, wie das Statistikamt Ifo am Dienstag bekannt gab. Deutsche Unternehmen sind hinsichtlich des Verhaltens des Landes mit der größten Volkswirtschaft im Euro angesichts der aktuellen Situation weniger optimistisch, was darauf hindeutet, dass die technische Rezession in Deutschland wahrscheinlich noch lange anhalten wird.
HALLO Geschäftsklimaindex herausgegeben von Ifo fiel im Juli auf 87,3 Punkte, verglichen mit 88,6 Punkten im Juni. Dieser Rückgang war in allen Wirtschaftszweigen zu verzeichnen, vor allem aber im Industriesektor, wo das Geschäftsklima im Juli von -9,7 auf -14,2 Punkte sank. Im Baugewerbe fiel der Geschäftsklimaindex auf den niedrigsten Stand seit Februar 2010.
Auch die Wahrnehmung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch die deutschen Unternehmen, die als Messinstrument für den Puls der Wirtschaft herangezogen werden kann, sank von 93,7 Punkten auf 91,3 Punkte, was auf einen nachlassenden Optimismus in der deutschen Unternehmensstruktur hinweist und einen erneuten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts vorhersagt. (BIP). Gleichzeitig waren auch die Zukunftserwartungen weniger positiv, der Index sank von 83,8 Punkten auf 83,5.
„Der stärker als erwartete Rückgang des deutschen Ifo deutet zusammen mit dem gestern veröffentlichten PMI-Rückgang darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft zu Beginn des dritten Quartals weiter schrumpfte. „Wir gehen davon aus, dass die Rezession das ganze jahr 2024 anhalten wird“, prognostiziert Franziska Palmas, Ökonomin bei Capital Economics.
Das hat auch das Ifo erkanntDeutsche Unternehmen erhalten „weniger neue Aufträge“, was auf die sinkende Nachfrage zurückzuführen sei Die Auslastung der Produktionskapazität sank um 1,4 Prozentpunkte auf 83 %, was zu „erstmals seit mehr als zwei Jahren“, dass der Indikator unter dem langjährigen Durchschnitt von 83,6 % liegt. Auch die Aktivitäten im Dienstleistungssektor, der „bisher nachhaltiger“ war, zeigten Anzeichen einer Verlangsamung.Deutschland geriet im ersten Quartal dieses Jahres in eine technische Rezession, nachdem es im zweiten Quartal in Folge auf Quartalsbasis eine negative Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verzeichnet hatte. „Insgesamt stimmen die Juli-Indikatoren mit unserer Einschätzung überein, dass das deutsche BIP im dritten Quartal erneut schrumpfen wird“, so Franziska Palmas abschließend.



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