Cyberkriminalität und Sabotage kosteten deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr 300 Milliarden US-Dollar

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage kosteten Cyberkriminalität und andere Sabotageakte deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr rund 267 Milliarden Euro (298 Milliarden US-Dollar), 29 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Branchenverband Bitkom hat rund 1.000 Unternehmen aller Branchen befragt und herausgefunden, dass 90 % in den nächsten 12 Monaten mit weiteren Cyberangriffen rechnen, während die restlichen 10 % mit einem ähnlichen Ausmaß an Angriffen rechnen.

Laut der Umfrage brachten etwa 70 % der angegriffenen Unternehmen sie mit der organisierten Kriminalität in Verbindung. 81 % der Unternehmen meldeten außerdem Datendiebstahl, darunter Kundendaten, Anmeldedaten und Passwörter sowie geistiges Eigentum wie Patente.

Etwa 45 % der Unternehmen gaben an, mindestens einen Angriff China zuzuschreiben, ein Anstieg gegenüber 42 % im Vorjahr. Angriffe, die Russland zugeschrieben werden, liegen mit 39 % an zweiter Stelle.

„Die Bedrohungslage für die deutsche Wirtschaft verschärft sich“, sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst in einer Stellungnahme und fügte hinzu, das Unternehmen müsse die Schutzmaßnahmen verstärken.

Der Anstieg der Angriffe hat dazu geführt, dass Unternehmen 17 % ihres IT-Budgets für digitale Sicherheit aufwenden, gegenüber 14 % im letzten Jahr, aber nur 37 % gaben an, dass sie Notfallpläne haben, um auf Sicherheitsvorfälle in ihren Lieferketten zu reagieren, so die Umfrage.

(1 Dollar = 0,8958 Euro)

Lora Kaiser

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