Bundesbank prognostiziert 10 % Inflation im Herbst in Deutschland und fordert EZB auf, die Zinsen zu erhöhen

Der Präsident der deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, prognostizierte diesen Samstag, dass die Inflation im Herbst auf 10 % steigen könnte, und forderte eine erneute Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Nagel wies darauf hin, dass der Anstieg der Inflation – die im Juli 8,5 % erreichte – durch das Ende von Maßnahmen wie Subventionen für Kraftstoff- und ÖPNV-Preise und die Einführung eines neuen Preiszuschlags für Gas getrieben werde, so seine Aussage. im Interview mit der Zeitung Beitrag der Rheinischen gesammelt von Efe-Agentur.

„Die letzte zweistellige Inflationsrate in Deutschland liegt mehr als 70 Jahre zurück“, sagte der Bundesbankpräsident und fügte hinzu, dass bei einer Verschärfung der Energiekrise eine Winterrezession „wahrscheinlich“ sei.

Die deutsche Wirtschaft habe im ersten Halbjahr relativ gut auf die schwierigen Rahmenbedingungen reagiert, aber zusätzliche Versorgungsprobleme – etwa durch Dürre bedingte Unterbrechungen des Flusstransports – könnten die Erwartungen trüben, sagte er.

Der Preisanstieg werde so schnell nicht aufhören, prognostizierte er und wies darauf hin, dass die Inflationsrate im gesamten jahr 2024 über den 4,5 % liegen werde, die die bisherigen Bundesbank-Prognosen zeigen.

„Die Chancen steigen, dass die Inflation höher ausfallen wird als erwartet, und nächstes Jahr werden wir sechs vor dem Komma haben“, sagte er.

Nagel forderte daher eine neue Zinserhöhung durch die EZB, die sie im Juli um 0,50 Prozentpunkte erhöht hatte und deren nächste Sitzung am 8. September angesetzt ist.

Er erklärte, dies sei eine allgemeine Erwartung, wolle aber keine konkreten Zahlen nennen und wies darauf hin, dass die vergangenen Monate gezeigt hätten, dass die EZB ihre Politik kurzfristig von Sitzung zu Sitzung entscheiden müsse.

„Entscheidend ist, die Inflationserwartungen mittelfristig stabil bei 2 % zu halten. Ich bin mir sicher, dass das EZB-Direktorium dafür die notwendigen geldpolitischen Maßnahmen ergreifen wird“, sagte der Bundesbankpräsident.

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Friederic Beck

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