Bundesaußenminister warnt vor möglicher Energieabhängigkeit von Autokratie

BERLIN, 6. September (DPA/EP) –

Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock hat am Dienstag davor gewarnt, Deutschland könne sich bei seiner Flucht aus der Energieabhängigkeit Russlands den Interessen autokratischer Staaten beugen.

„Wir können es uns nicht leisten, ein zweites Mal (bewegt) in der Hoffnung zu handeln, dass diese autokratische Regierung nicht so schlimm wird“, warnte Deutschlands oberster diplomatischer Vertreter während der Wirtschaftsaktion.

Baerbock verwies in diesem Zusammenhang auf die Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffen aus China und forderte die großen Energiekonzerne des Landes auf, das Leben und die politischen Verhältnisse in dem asiatischen Land nicht zu vergessen.

Deshalb fordert er die Unternehmensvertreter auf, „nicht ohne Berücksichtigung der langfristigen Risiken und Abhängigkeiten“ zu handeln.

Andererseits warf Baerbock Russlands Präsident Wladimir Putin vor, den Westmächten mit der Schließung der Gaspipeline Nord Stream zu drohen. „Wir werden auf diese Erpressung nicht hereinfallen“, sagte der deutsche Vertreter.

Passend dazu wies der Außenminister darauf hin, dass die Gaspreise aus Russland „nie“ billig seien, was aber manchmal die „blinde Abhängigkeit“ von russischer Energie halte.

Lora Kaiser

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