Deutschland will das Töten von Elefanten zu Unterhaltungszwecken verbieten. Botswana, ein Land, das auf Jäger angewiesen ist, um seine Population der Riesensäugetiere zu regulieren, war beleidigt.
„Das ist kein Witz.“ Mokgweetsi Masisi, Präsident des im südlichen Afrika gelegenen Botswana, hat damit gedroht, 20.000 Elefanten nach Deutschland zu schicken. Der Ursprung des Konflikts zwischen den beiden Ländern: ein Regulierungsprojekt unserer deutschen Nachbarn, die Reisen zur Freizeitjagd auf Dickhäuter abschaffen wollen.
Das von Deutschland geleitete Projekt soll Wilderer von Elefantenelfenbein, -köpfen oder -fellen davon abhalten, nach Botswana zu reisen. Eine Aktion, die im Widerspruch zur Politik der Regulierung der Elefantenzahl in diesem afrikanischen Land steht. Als Reaktion darauf erklärte Präsident Mokgweetsi Masisi am Dienstag, dem 2. April, dass er von den 130.000 einheimischen Exemplaren Botswanas 20.000 Elefanten nach Deutschland schicken werde.
„Das ist kein Scherz“, erklärte er später der deutschen Boulevardzeitung Bild. Unterdessen teilte das deutsche Bundesamt für Naturschutz NBC News mit, dass eine offizielle Anfrage noch nicht bei ihnen eingegangen sei.
„Für den Transfer von 20.000 Elefanten aus Botswana nach Deutschland liegt derzeit kein offizieller Antrag vor“, antwortete die Bundesbehörde mit Nachdruck.
6-Tonnen-Problem
Deutschland will die „Trophäenjagd“ verbieten. Aber Botswana hat ein anderes Verhältnis zu Tieren, die bis zu 6 Tonnen wiegen können und massenhaft auf seinem Land leben.
„Es ist sehr einfach, in Berlin zu sitzen und eine Meinung zu unseren Angelegenheiten in Botswana abzugeben“, sagte Präsident Masisi. „Wir zahlen den Preis für den Erhalt dieser Tiere zum Wohle der Welt.“
Wie erklärt NBC-Nachrichten, Elefanten neigen dazu, Vieh zu töten, zertrampeln aber auch Feldfrüchte und verursachen sogar Zwischenfälle mit Menschen. Daher wird es den Jägern möglich sein, die Population zu kontrollieren.
Es besteht keine unmittelbare Gefahr für das „Überleben der Art“
Gleichzeitig stellt die Jagd auf das Tier keine unmittelbare Gefahr für die Art dar, wie Dilys Roe, Präsidentin der International Union for Conservation of Nature, betonte.
Die Trophäenjagd auf Elefanten gefährde nicht „das Überleben der Art als Ganzes“, betonte er.
Daher ist das Argument moralisch. Der Jagdstopp ist die Vorreiterrolle der Verbände, die sich für den Tierschutz einsetzen, allen voran PETA. Vor diesem Hintergrund erklärte Botswana jedoch, dass diese Aktivitäten seine Wirtschaft unterstützten.
Doch seine Drohungen wurden nicht ernst genommen. Vor einigen Wochen drohte dieselbe Regierung damit, den Londoner Hyde Park mit 10.000 Elefanten zu überschwemmen. Ohne Erfolg.
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