Boetius aus den Niederlanden wird 2022 zum vierten Fall von Hodenkrebs in der Bundesliga – News

Bei einer am Mittwoch durchgeführten urologischen Untersuchung wurde der Krebs Boetius, 28, der im letzten Transferfenster von Mainz zu Hertha kam, entdeckt.

„Wir werden zusammenhalten, wie die Hertha-Familie“, sagte Fußball-Geschäftsführer Fredi Bobic in einer Mitteilung.

„Leider diese Nachricht, wir sind voller Hoffnung und Zuversicht, dass Jean-Paul sich erholen und so schnell wie möglich wieder bei uns sein wird.“

Boetius‘ Behandlung muss eine Operation beinhalten. Zu dem Niederländer gesellte sich Teamkollege Marco Richter; Timo Baumgartl von Union Berlin und Sebastian Haller von Borussia Dortmund gehören zu den Bundesligaspielern, bei denen in diesem Jahr die Krankheit diagnostiziert wurde.

Nach ihrer Genesung stehen Richter und Baumgartl wieder auf dem Feld, während Haller, der im Juli diagnostiziert wurde, sich derzeit einer Chemotherapie unterzieht.

Auf Nachfrage der deutschen Nachrichtenagentur SID erklärte der Leiter des Hodentumorzentrums der Asklepios-Klinik in Hamburg, Klaus-Peter Dieckmann, dass es keinen Zusammenhang zwischen Sport und Krebs gebe.

Ihm zufolge sind Männer im Profisportalter statistisch von dieser Krankheit betroffen.

„Wenn Männer in diesem Alter zwischen 20 und 40 an Krebs erkranken, ist es fast immer Hodenkrebs“, sagt der Experte. Kein Wunder also, dass auch Bundesliga-Spieler betroffen sind.“

Deutsche Fußballspieler werden nicht regelmäßig auf Hodenkrebs getestet, da dies nicht obligatorisch ist, aber einige Teams, wie Union Berlin, haben bereits damit begonnen, ihre Spieler zu untersuchen, um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen.

Ricarda Lange

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