Franz Beckenbauer hebt den WM-Pokal nach dem Endsieg der Bundesrepublik Deutschland über die Niederlande 1974 in die Höhe
Beckenbauer gewann 1974 als Kapitän der Bundesrepublik Deutschland die Weltmeisterschaft. 1990 holte er den Pokal auch als deutscher Nationaltrainer in die Höhe.
Der ehemalige Verteidiger war ein Idol beim FC Bayern München, Deutschlands größtem Verein, wo er 582 Mal spielte und als Spieler und Trainer die erste Liga der deutschen Meisterschaft gewann.
Mit dem Spitznamen „Der Kaiser“ gewann er 1972 mit der deutschen Nationalmannschaft auch die Europameisterschaft sowie zweimal den Ballon d’Or.
Den Tod Beckenbauers teilte seine Familie der deutschen Nachrichtenagentur DPA mit.
„Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass mein Mann und unser Vater Franz Beckenbauer gestern, Sonntag, im Kreise seiner Familie friedlich im Schlaf verstorben sind. Wir bitten Sie, uns in Stille trauern zu lassen und davon abzusehen, auf die Familie zuzugehen. bei Fragen.“
Als Mittelfeldspieler spielte Beckenbauer im WM-Finale 1966, das England mit 4:2 gewann, für Bobby Charlton, bevor er seine legendäre Position als Verteidiger einnahm.
Franz Beckenbauer gewann 1974 als deutscher Trainer die Weltmeisterschaft
„Spiel des Jahrhunderts“
Außerdem erzielte er im Alter von 20 Jahren vier Tore bei der Weltmeisterschaft 1966 und gewann die Auszeichnung als bester Nachwuchsspieler des Turniers.
Ein weiterer denkwürdiger Moment seiner Karriere war das WM-Halbfinale 1970 gegen Italien, das als eines der größten Spiele aller Zeiten gilt und bis heute als „Spiel des Jahrhunderts“ bezeichnet wird.
In der 25. Minute des Rückspiels erlitt Beckenbauer eine Schlüsselbeinverletzung, spielte aber weiter, obwohl sein rechter Arm sich nicht bewegen konnte. Italien gewann das Spiel mit 4:3 – mit 5 Toren in der Verlängerung – und zog damit ins Finale der Weltmeisterschaft in Mexiko ein, wo es gegen die historische brasilianische Mannschaft bestehend aus Pelé, Jairzinho und Tostão verlor.
Beckenbauer spielte 103 Mal für die Bundesrepublik Deutschland.
Als Bayern-Spieler gewann Beckenbauer vier deutsche Meisterschaften und war 1974, 1975 und 1976 Kapitän des dritten Champions-League-Titels des Vereins. Außerdem gewann er mit Hamburg die Bundesliga.
„Die Bundesliga-Familie ist am Boden zerstört, als sie vom Tod von Franz Beckenbauer erfährt. Eine wahre Ikone, Vergangenheit, Gegenwart und für immer. RIP, Der Kaiser“, schrieb das offizielle Profil der Deutschen Liga.
Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sagte, Beckenbauer sei „einer der besten Spieler unseres Sports“.
„Wir betrachten sein Lebenswerk mit großem Respekt und Dankbarkeit“, sagte er.
„Mit ihm haben wir einen einzigartigen Fußballer und eine liebenswerte Persönlichkeit verloren. Mit seiner Sanftmut, Anmut und Weitsicht hat er Maßstäbe auf dem Platz gesetzt. Franz Beckenbauer hinterlässt ein großes Erbe für den DFB und den gesamten Fußball.“



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