Die Bundesumweltminister haben sich auf einem Umweltgipfel darauf geeinigt, Tempolimits auf deutschen Straßen einzuführen.
Mobilität
Die Bundesumweltminister haben sich auf einem Umweltgipfel darauf geeinigt, Tempolimits auf deutschen Straßen einzuführen.
Damit ist bald Schluss mit Vollgas auf deutschen Autobahnen ohne Blick auf den Tacho. Im Land der großen Autos haben etwa 60 % der mautpflichtigen Straßen keine Geschwindigkeitsbegrenzung, obwohl die Regierung Autofahrern rät, 130 km/h nicht zu überschreiten.
Aber das soll sich ändern. Bei einem zweitägigen Treffen in Wilhelmshaven haben sich die Umweltminister der 16 Bundesländer einstimmig für Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Straßen ausgesprochen.
Dieses Thema ist wieder in der Luft, da der Krieg in der Ukraine viele Fragen zur Energieabhängigkeit des Landes aufgeworfen hat und die jüngsten Berichte sich Sorgen um das Klima machen. Aber die Maßnahme wurde noch nicht ratifiziert, wie unsere Kollegen aus erklärten RTL. Die Entscheidung darüber obliegt dem Bundestag.
Verschiedene Vorteile
Die meisten Deutschen befürworten jedoch Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft fahren 77 % der Deutschen auch auf Straßen mit unbegrenzter Geschwindigkeit weniger als 130 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt rund 120 km/h. Geschwindigkeiten, die besser für normale Straßen im Bau geeignet sind und aus einer Reihe von Asphaltplatten bestehen, die das Fahren bei hohen Geschwindigkeiten unangenehm machen.
Das Reduzieren der Geschwindigkeit auf der Autobahn ist eine Aktion, die mehrere Vorteile hat. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt. Langsamere Geschwindigkeiten können die Treibhausgasemissionen erheblich reduzieren. Bei 120 km/h erhöht sich die jährliche Einsparung laut Umweltbundesamt auf 2,6 Millionen Tonnen CO2. Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h werden die Emissionen um 1,9 Millionen Tonnen reduziert.
Es bleibt vorerst abzuwarten, welche Geschwindigkeitsbegrenzungen durchgesetzt werden. Verschiedene Minister widersprachen dem. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies unterstützt wie in Frankreich 130 km/h.
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