Armin Laschet wird bis zur letzten Sekunde versuchen, eine Regierung zu bilden | HEUTE | DW

Mehrere deutsche Medien hatten berichtet, dass CDU-Präsident Armin Laschet an diesem Donnerstag (10.07.2021) zurücktreten wird. Bei einem Presseauftritt erklärte der Politiker, dass er weder zurücktreten werde, um die Partei (zumindest vorerst) zu führen, noch eine Regierung zu bilden. Laschet sagte, er werde weiterhin versuchen, mit den Grünen und FDP-Liberalen über eine Regierungskoalition zu verhandeln, die zur Mehrheit beitragen könnte.

„Was zählt, sind nicht die Menschen, sondern die Politik für die nächsten vier Jahre“ in Deutschland, sagte er. Trotz seines zweiten Platzes bei den Parlamentswahlen am 26. September strebte der Vorsitzende der Union der Christdemokraten an, gemeinsam mit Grünen und Liberalen eine Regierung zu bilden. „Die CDU-Bewerbung ging weiter“, betonte er, „bis zur letzten Sekunde der Regierungsbildung.“ Zwar räumt er ein, „dass es hier nicht um Armin Laschet persönlich geht, sondern um ein Projekt für das Land“, „das große jamaikanische Koalitionsprojekt“. Er ist sogar offen dafür, den Reformprozess innerhalb der Partei, den das deutsche Fernsehen einen „schrittweisen Rücktritt“ nennt, zu leiten und zu „moderieren“.

Volker Wissing, Generalsekretär der FDP, Lars Klingbeil von der SDP und Michael Kellner, Bundesvorsitzender der Grünen, bei ihrer Pressekonferenz nach dem ersten Sondierungsgespräch zur Regierungsbildung.

Volker Wissing, Generalsekretär der FDP, Lars Klingbeil von der SDP und Michael Kellner, Bundesvorsitzender der Grünen, bei ihrer Pressekonferenz nach dem ersten Sondierungsgespräch zur Regierungsbildung.

Die beiden Parteien, und zwar zusammen mit der SPD, hielten vor Laschets Anwesenheit nach dem Erstkontakt eine Pressekonferenz ab, um eine mögliche „Semphore-Koalition“ mit den Sozialdemokraten zu versuchen, bei der Olaf Scholz, Laschets Rivale, als Kanzler investiert werden könnte . aus Deutschland. Sie kündigten jedoch nur an, den Kontakt fortzusetzen. Entscheidend scheint zu sein, wer beiden Seiten mehr bietet und es schafft, ihre Ambitionen, die Kanzlerin zu übernehmen, in Einklang zu bringen.

lgc (ntv/reuters/tagesschau)

Friederic Beck

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