Afrika-Gesundheitschef prangert Rassismus an deutschem Flughafen an – Der Direktor des African Center for Disease Control behauptet, er sei bei der Ankunft zu einem Gipfel in Frankfurt von Einwanderungsbeamten beschimpft worden. Bundesgesundheitsminister sagte, der Vorfall werde aufgeklärt.
Am Samstag sagte der Kenianer, er sei am Frankfurter Flughafen rassistisch behandelt worden, als er zu einem Weltgesundheitsgipfel in Berlin nach Deutschland kam.
„Ich wurde am Frankfurter Flughafen von Einwanderungsbeamten beschimpft, die dachten, ich wollte mich illegal aufhalten [no país]🇧🇷 Meine Teilnahme am Summit ist nun zweifelhaft. Ich bin glücklicher und sicherer zu Hause in Afrika. Sie laden dich ein und verfolgen dich dann“, schrieb er auf Twitter.
Ogwell erklärte weiter, es sei „Zeit, sich von feindlichem Territorium zurückzuziehen“. 🇧🇷[Estou] sehr wütend. Genug!“ In einer anderen Nachricht im selben sozialen Netzwerk sagte er: „Auch mit Visa steht Afrika allein da. Gleiches gilt für Impfstoffe und gesundheitliche Notfälle.“
Obwohl Ogwell seine Teilnahme am Berliner Gipfel am Samstag verschoben hatte, sagte Lauterbach am Sonntag, dass Afrikas Gesundheitschef in Berlin sei und an der Veranstaltung teilnehmen werde.
„Was genau am Frankfurter Flughafen schief gelaufen ist, wird geklärt“, sagte der Bundesgesundheitsminister und fügte hinzu, dass der Vorfall am Flughafen bald aufgeklärt sei.
Lauterbach bezeichnete Ogwell sogar als „den führenden Wissenschaftler Afrikas“.
Die Polizei dementierte, der Flughafen entschuldigte sich
Die für den Frankfurter Flughafen zuständige Bundespolizeidirektion wies ihrerseits die Rassismusvorwürfe Ogwells zurück.
Auf Twitter erklärte das Unternehmen, dass das von Kenianern durchgeführte Verfahren „eine Standard-Einreisekontrolle für visumpflichtige Drittstaatsangehörige“ sei.
„Trotz des unkooperativen Verhaltens des Passagiers dauerten die Einreisebefragung und die erforderlichen Durchsuchungstermine nur vier Minuten und waren in jeder Hinsicht gesetzeskonform“, teilte die Bundespolizei mit.
Aber kurz nachdem Ogwell den Post gemacht hatte, reagierte der Twitter-Account des Frankfurter Flughafens mit einer Entschuldigung. „Als internationaler Flughafen heißen wir alle Passagiere willkommen und tolerieren keine Form von Diskriminierung oder Rassismus“, heißt es in dem Text.
Der Flughafen in Deutschlands Finanzhauptstadt, einem der wichtigsten Einfallstore des Landes, stand im Mittelpunkt einer Reihe von Rassismusvorwürfen.
Eiche (AFP, AP)



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