Polen hat das Gesetz geändert, wird es Ärzten aus der Ukraine ermöglichen, schneller mit der Arbeit zu beginnen – T24 – Tschechisches Fernsehen

Nazar Moskovsky kam aus der Vorkriegsukraine nach Polen und bewarb sich im vergangenen Frühjahr um eine Stelle im Białystok-Krankenhaus in Warschau. Deshalb gelten für ihn noch die alten Regeln. „Mein Diplom musste in Polen validiert und eine Prüfung bei der Warschauer Ärztekammer bestanden werden“, erinnert sich Moskovsky.

Der Prozess dauert ein ganzes Jahr. Moskovsky ist nicht durch Sprache oder Erfahrung behindert, er hat drei Jahre orthopädische Erfahrung in Lemberg. Es wurde von der Verwaltung verschoben, was sich nach den Nostrifikationsänderungen ändern wird.

Die polnische Regierung hat medizinischem Fachpersonal erlaubt, schneller Jobs zu bekommen. Erst nach drei Wochen bearbeitet er die erforderlichen Unterlagen. Er muss zunächst in einer Anfängerposition arbeiten und mindestens drei Monate betreut werden. Sie müssen die Sprachprüfung innerhalb eines Jahres bestehen.

Mehrere tausend ukrainische Ärzte und Krankenschwestern, die vor dem Krieg ins Land kamen, arbeiten derzeit in polnischen Krankenhäusern. Hunderte Landsleute können die vereinfachten Bedingungen in Anspruch nehmen.

„Dank neuer Verfahren und kürzlicher Rekrutierung haben wir dem System zwölfhundert neue Gesundheitsfachkräfte hinzugefügt. Das ist eine große Veränderung, ein großer Schub. Davon sind siebenhundert Ukrainer“, sagte der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski.

„Wir beschäftigen Menschen als sogenannte medizinische Assistenten. Das sind oft Sanitäter- oder Rekorderstellen“, sagt Dorota Galczyňská-Zychová, Direktorin des Bielaň-Krankenhauses.

Zehn Menschen pro Tag interessieren sich für Arbeit

Laut Gesetz darf das Gehalt nicht von dem polnischer Kollegen abweichen, die die gleiche Tätigkeit ausüben können. Deshalb war das Krankenhaus Bielaň so interessiert. „Täglich interessieren sich etwa zehn Personen für eine Mitarbeit bei uns, hauptsächlich Krankenschwestern, aber auch Ärzte“, ergänzt Galczyňská-Zychová.

Unter anderem versprach die polnische Regierung, die Zahl der Krankenhäuser seit der Wende zu erhöhen. Sie haben gerade während der Pandemie eine Abwanderung von Mitarbeitern ins Ausland erlitten – meist für mehrfach höhere Gehälter nach Deutschland.

Ricarda Lange

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