Berlin, 13. Mai (EFE). – Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben an diesem Montag eine Initiative gegen Hassreden im Internet vorgestellt und eine Zusammenarbeit mit der Initiative angekündigt Bei Verwendung gewalttätiger, rassistischer oder diskriminierender Sprache können Sie sich an die Behörden wenden und Strafanzeige erstatten.
Die drei Organisationen haben mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Staatsanwaltschaft Frankfurt zusammengearbeitet.
„Wir werden unsere Athleten vor allem bei Großveranstaltungen schützen, bei denen sie im Mittelpunkt stehen. Wir werden unseren Athleten der Pariser Olympiamannschaft in ihren sozialen Netzwerken Schutz und Unterstützung bieten“, sagte DOBS-Präsident Thomas Weikert.
„Wir akzeptieren keinen Gruppenhass, rassistische Beleidigungen oder Drohungen. Beleidigungen aus anderen Gründen wollen wir aber auch nicht, etwa weil der erwartete Erfolg eingetreten ist, weil der Letzte der Biathlon-Staffel mit zwei Vorläufen bestraft wurde oder wegen des Finaleinzugs. „Der Wurf wurde aus einer Entfernung von 7 Metern oder wegen der schlechten Reaktion des Pferdes verfehlt“, fügte er hinzu.
In allen Fällen, so Weikert, werde DOS mit ZIT zusammenarbeiten.
DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann betonte, dass das Internet nichts Außergewöhnliches sei.
„Wer glaubt, dass jeder in einem Stadion oder im Sport allgemein homophobe, rassistische, antisemitische oder islamfeindliche Parolen äußern kann, der irrt. „Der Sport wird sich gegen Beleidigungen und Diskriminierung aussprechen“, sagte er.
Für die DFL betonte DFL-Geschäftsführer Marc Lanz, dass mit der Initiative ein Zeichen gesetzt werden soll, das über den reinen Sport hinausgeht.
„Konsequentes Vorgehen gegen Diskriminierung, Beleidigungen und Bedrohungen ist immer wichtig und umso mehr in einer Zeit, in der sie sich leichter verbreiten.“ „Wenn Hass und Falschinformationen anonym verbreitet werden, ist unsere Demokratie bedroht“, sagte er.
Staatsanwalt Benjamin Krause erinnerte daran, dass das deutsche Strafrecht zum Schutz potenzieller Opfer harte Strafen für Beleidigungen, Drohungen und Hassreden im Internet vorsehe.
„Dieser Schutz gilt auch für Sportler, die Deutschland vertreten. „Wir wollen einen Beitrag der Staatsanwaltschaft leisten, um die Urheber solcher Botschaften zu identifizieren und vor Gericht zu bringen“, betonte er.
Während der U17-Weltmeisterschaft in Indonesien im Winter 2023 wurden mehrere deutsche Teamspieler rassistisch beleidigt. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Paris und der Fußball-Europameisterschaft gab es Befürchtungen, dass der Rassismus im Internet zunehmen würde, weshalb der deutsche Sport beschloss, seine Anstrengungen zur Bekämpfung dieses Trends zu verstärken.
Der DOSB wird Olympia-Teammitgliedern ein Tool der künstlichen Intelligenz zur Verfügung stellen, das es ihnen ermöglicht, Beleidigungen vor der Veröffentlichung zu filtern und ihnen die Möglichkeit bietet, schwerwiegende Fälle an die ZIT zu melden und Strafanzeige zu erstatten. EFE
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