BERLIN – Laut einer Umfrage der Bevölkerungsagentur YouGov unterstützen 58 Prozent der Deutschen die neue Bewerbung ihres Landes um die Ausrichtung der Olympischen Spiele.
Für 38 Prozent der befragten Teilnehmer würde eine Bewerbung um die Olympischen Spiele 2036 zeigen, wie sehr sich Deutschland ein Jahrhundert nach den berühmten Olympischen Spielen 1936 in Berlin unter dem Nazi-Regime verändert hat.
Andererseits unterstützten 20 Prozent der Befragten die Nominierung, hielten die Nominierung für 2036 jedoch aufgrund ihres historischen Kontexts für unangemessen.
Mit Blick auf eine künftige Kandidatur, zu der auch die Olympischen Spiele 2040 gehören würden, sind 19 Prozent der Deutschen gegen die Kandidatur. Die Umfrage wurde zwischen dem 28. und 30. November im Auftrag der Datenschutzbehörde durchgeführt. Befragt wurden 2.042 Menschen in Deutschland im Alter über 18 Jahre.
Die letzten Bewerbungen für die Ausrichtung der Olympischen Spiele in deutschen Städten waren Hamburg im Jahr 2015 und München im Jahr 2013. Beide scheiterten, weil ihre Bewohner sich weigerten, die Initiative voranzutreiben. Diese beiden Städte sind nun neben Berlin und Leipzig sowie weiteren Städten des Landes an einer erneuten Bewerbung interessiert.
Der Deutsche Olympische Komitee (DOSB) hat am Samstag beschlossen, ein Nominierungskonzept zu entwickeln, das nicht nur eine, sondern mehrere Städte und Regionen in Deutschland einbezieht. Deutschland will keine neuen Sportstadien bauen.
DOSB-Vorsitzender Thomas Weikert sagte gegenüber dem ZDF: „Wir werden nicht alle notwendigen Sportanlagen in den fünf Regionen haben.“ Deshalb sollten wir wahrscheinlich mindestens zwei Städte oder zwei Regionen in Betracht ziehen. Das macht Sinn.“
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