Warteliste für Morgen Biostase, ein in Deutschland ansässiges Kryokonservierungsunternehmen, liegt in den Hunderten. Und das Unternehmen verfügt bereits über etwa zehn im Labor konservierte Überreste. Was dann geschah, war das eigentliche Problem.
Nach Berichten von tech.eu, der „Reserve-Krankenwagen“ des Unternehmens war fleißig, und Mitbegründer Emil Kendziorra arbeitete daran, Europas erstes Unternehmen für Kryotechnik zu gründen (in den USA gibt es bereits mehrere davon). Kendziorras Ziel ist: Sobald jemand stirbt, reagiert Tomorrow’s Biostasis sofort, um den Körper und/oder das Gehirn dieser Person im Stasiszustand zu halten. Sobald zukünftige Entwicklungen erkannt werden, wird sich das Unternehmen mit der ursprünglichen Todesursache dieser Person befassen, diese rückgängig machen und dieser Person ein langes Leben ermöglichen.
Das ist der Plan.
Kendziorra sagte, in seinem Unternehmen seien bereits „ungefähr zehn Personen“ zu Schulungszwecken einer Kryokonservierung unterzogen worden, und Hunderte weitere stünden auf der Warteliste. Der durchschnittliche Kunde des Unternehmens ist durchschnittlich 36 Jahre alt und arbeitet tendenziell im Technologiesektor, was vielleicht am wenigsten überraschend ist. Viele dieser Menschen möchten einfach nur, dass ihr Gehirn erhalten bleibt, weil sie denken, dass ihre Zukunft einen neuen 3D-gedruckten Körper bevorzugen wird … oder vielleicht gar keinen Körper.
Wenn die Überreste zur Langzeitlagerung bei der European Biostasis Foundation nach Rafz in der Schweiz transportiert werden – der Vorgang gilt technisch gesehen als Spende einer wissenschaftlichen Einrichtung, um legal zu sein –, werden die Leichen auf -196 Grad Celsius abgekühlt und in isolierte Tanks gelegt zur besseren Konservierung mit flüssigem Stickstoff gefüllt.
Natürlich ist das Warten auf den medizinischen Fortschritt zur Beseitigung der Todesursache nicht das einzige Hindernis für die Kryokonservierung. Es gibt immer noch ein kleines Problem: Niemand weiß, wie man einen toten Menschen kryogen wiederbelebt. Natürlich können Gehirne eingefroren werden, um ihre Zellen und Gewebe zu erhalten, aber die Wiederbelebung eines zuvor toten Gehirns mit normaler Funktion und normalem Gedächtnis gibt es in unserer Welt nicht.
Und das ist genau die große Frage. Aber es gibt auch viele kleine Fragen, wie zum Beispiel: Wer trifft die Entscheidungen über die Wiederbelebung?
Tim Newcomb ist ein im pazifischen Nordwesten ansässiger Journalist. Er behandelt Stadien, Turnschuhe, Ausrüstung, Infrastruktur und mehr für verschiedene Publikationen, darunter Popular Mechanics. Zu seinen Lieblingsinterviews zählen Gespräche mit Roger Federer in der Schweiz, Kobe Bryant in Los Angeles und Tinker Hatfield in Portland.



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