3.000 Jahre altes Schwert in gutem Zustand in Deutschland gefunden | Archäologie

Das gut erhaltene Schwert aus der Bronzezeit wurde von Archäologen des Amtes für Denkmalpflege des Freistaats Bayern in der deutschen Stadt Norlinga entdeckt. Laut Website Tägliches ErbeDie etwa 3.000 Jahre alte Waffe befindet sich in einem offenbar privaten Tresorraum, in der Nähe der sterblichen Überreste eines Ehepartners und eines Kindes.

Was die Archäologen beeindruckte, war der Standort des Schwertes, da antike Elemente in diesem Teil Deutschlands, wo die meisten Gräber in der Antike oder im 19. Jahrhundert geplündert wurden, selten sind.

Die meisten bronzezeitlichen Überreste rund um Norlinga gehören zur Urnenfelderkultur, die auf Portugiesisch als Cultura dos Campos de Urnas bekannt ist. Diese archäologische Kultur entstand während der Spätbronzezeit in Mitteleuropa um 1300 v. Chr. und entwickelte sich aus der Grabkultur, die die Fertigkeiten in der Herstellung von Waffen und Rüstungen aus Bronze verfeinerte.

Bisher ist nicht bekannt, ob die Herstellung des Schwertes lokal oder importiert ist. Für achteckige Schwerter dieser Art gab es in der Bronzezeit drei Hauptverbreitungszentren: eines in Süddeutschland und das andere im Norden des Landes und in Dänemark.

Ein weiteres Bild, das den Dolch detaillierter zeigt – Foto: Dr. Woidich

Beim Vergleich von Guss- und Dekorationstechniken ist bekannt, dass einige nördliche achteckige Schwerter wie Nachbildungen süddeutscher Formen erscheinen, während andere Stücke Originalimporte oder das Produkt „nomadischer Handwerker“ sein könnten.

Laut dem Amt für Denkmalpflege des Landes Bayern ähnelt es stark dem Schwert der Gemeinde Rixhein in Frankreich, das eine D-Bronzeklinge verwendete, obwohl der Klingentyp als „achteckig“ beschrieben wird.

Der Dolch des Schwertes war stark verziert, während die Klinge keine Spuren von Einschlägen aufwies, was darauf hindeutet, dass es für eine zeremonielle Funktion verwendet wurde oder ein Symbol hohen Status darstellte.

Archäologen gehen davon aus, dass das Objekt auch eine Waffenfunktion hatte, da der Schwerpunkt an der Vorderseite der Klinge darauf hindeutet, dass es hauptsächlich zum Schneiden verwendet wurde.

Zu Tägliches ErbeDazu der Leiter des Amtes für Denkmalpflege des Landes Bayern, Mathias Pfeil: „Das Schwert und die Bestattung müssen noch untersucht werden, damit unsere Archäologen diesen Fund genauer einordnen können.“ Aber schon jetzt lässt sich sagen: Das Land ist der Wahnsinn! Ein solcher Fund ist äußerst selten.“

Ricarda Lange

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