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Russland hat Greenpeace auf die Liste der unerwünschten Organisationen gesetzt

Das russische Justizministerium hat die Umwelt-NGO Greenpeace offiziell auf die Liste der unerwünschten Organisationen gesetzt, nachdem die Staatsanwaltschaft Mitte Mai eine Entscheidung bekannt gegeben hatte. Daher entschied Moskau, dass die in den Niederlanden ansässige Organisation an „einer Verletzung der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie der Rechte und Freiheiten der Bürger der Russischen Föderation“ beteiligt sei.

Bereits Mitte Mai erklärte die Staatsanwaltschaft Greenpeace für unerwünscht, da ihre Aktivitäten „eine Bedrohung für die Grundlagen der verfassungsmäßigen Ordnung und Sicherheit“ des Landes darstellten, so die russische Agentur Interfax.

Das Ministerium für öffentliche Angelegenheiten warf der NGO vor, ihre wahre politische Position mit „Umweltaktivitäten“ und „Einmischungsversuchen in die inneren Angelegenheiten des Staates“ zu verschleiern, mit dem klaren Ziel, „die wirtschaftlichen Grundlagen Russlands zu untergraben“.

Greenpeace seinerseits meldete sich zu Wort und wies darauf hin, dass diese Entscheidung der Staatsanwaltschaft es „illegal mache, jegliche Aktivitäten in Russland fortzusetzen“, und meldete die Schließung seiner Niederlassung in dem eurasischen Land.

„Zu sagen, dass Greenpeace Russland gegen die Interessen Russlands gehandelt hat, bedeutet völliges Ignorieren dessen, was die Organisation seit 30 Jahren tut“, heißt es in einer Erklärung der Organisation, die die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft kategorisch zurückwies.

Eine Gruppe russischer Abgeordneter reichte im November 2022 bei der Staatsanwaltschaft einen Antrag ein, Greenpeace als „unerwünschte“ Organisation einzustufen, bevor sie die NGO auf eine „schwarze Liste“ setzte, die in den letzten Monaten nur noch länger wurde.

Das russische Recht erlaubt Beschränkungen und sogar Verbote für die Aktivitäten von Organisationen, die auf unklaren Erwägungen hinsichtlich der Herkunft ihrer Gelder oder der von ihnen im Land ausgeübten Aktivitäten beruhen, insbesondere wenn davon ausgegangen wird, dass ihre Arbeit den Interessen des Staates zuwiderläuft oder schädlich für den Staat. gefährden die nationale Sicherheit.

Greenpeace hat seine Aktivitäten in Russland in den letzten Monaten trotz zunehmender Repression von NGOs aufrechterhalten und fordert weiterhin ein stärkeres Engagement in Umweltfragen, wobei sich die Beschwerden beispielsweise auf den Zustand des Baikalsees beziehen, der in Sibirien liegt. Bereich.

EUROPAPRESS

Friederic Beck

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