Hans Modrow, der letzte kommunistische Führer der DDR, ist gestorben

Der letzte Vorsitzende der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), Hans Modrow, ist an diesem Samstag im Alter von 95 Jahren gestorben, teilte die Bundestagsfraktion der Partei Die Linke auf Twitter mit.

Modrow, ein reformistischer Kommunist, übernahm kurz nach dem Fall der Berliner Mauer die Führung der DDR und lud daraufhin oppositionelle Kräfte in die Regierung einkonnte aber die wachsende Dynamik für die deutsche Wiedervereinigung nicht dämpfen.

Seine turbulente Amtszeit (von November 1989 bis April 1990) endete mit den ersten freien Wahlen in der Geschichte der DDR.

„Die ganze friedliche Entwicklung der Schaffung eines vereinten Deutschlands ist gerade seine besondere Leistung“, hieß es in der Botschaft von „Die Linke“ und fügte hinzu, dies sei ihr „politisches Vermächtnis“.

Modrow, seit 1973 Vorsitzender der Kommunistischen Partei in Dresden, baute sich einen Ruf als Anti-Establishment-Figur auf, lehnte Parteileistungen ab und bestand darauf, in einer regulären Wohnung zu leben.

Ricarda Lange

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