Streik im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland gelähmt

Europäische Presse

Berlin. Der heutige Personalstreik legte den öffentlichen Nahverkehr in mehreren deutschen Gebieten lahm, berichtete die Gewerkschaft Verdi, die zum Streik aufrief.

Etwa 60.000 Menschen schlossen sich der Truppe an, ermittelten Gewerkschaften. Die Lohnverhandlungen für die 2,5 Millionen Bundes- und Stadtangestellten sind seit Januar heikel.

Verdi und der dbb-Beamtenverband fordern 10,5 Prozent mehr Einnahmen, aber mindestens 500 Euro mehr im Monat.

Trotz des Angebots des Arbeitgebers kam es in der zweiten Verhandlungsrunde vergangene Woche zu keiner Einigung. Die dritte Entscheidungsrunde ist für Ende März angesetzt.

Die Protestaktion wurde mit Aktivisten von Fridays for Future durchgeführt. Nach Angaben der Klimaschutzbewegung haben deutschlandweit 220.000 Menschen auf den Straßen für mehr Klimaschutz demonstriert.

Der Deutsche Arbeitgeberverband (BDA) kritisierte Verdi für die Partnerschaft mit Fridays for Future. „Das ist ein gefährlicher Grenzübertritt“, sagte Steffen Kampeter, Präsident des Arbeitgeberverbandes, der dpa.

Im Rahmen des Tarifstreits im öffentlichen Dienst will Verdi am kommenden Mittwoch bundesweit in Kitas und sozialen Einrichtungen zum Streik aufrufen. Wie die Gewerkschaft heute mitteilte, sei dies eine Reaktion „auf das völlig unzureichende Angebot der Arbeitgeber in einer zweiten Verhandlungsrunde für Beschäftigte im öffentlichen Dienst“.

Friederic Beck

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