Die 11 Fußballer, die für den Start ausgewählt wurden, stellten sich mit Fotografen für das übliche Fotoshooting vor dem Spiel auf, aber mit der Besonderheit, dass alle ihren Mund bedeckten.
Sieben europäische Mannschaften, darunter auch Deutschland, wollten bei der WM 2022 die Kapitänsbinde mit dem Aufdruck „One Love“ als Anspielung auf die Gleichberechtigung tragen, doch die FIFA verbot diese Verwendung und drohte mit Sanktionen.
England, Wales, Belgien, Dänemark, Deutschland, die Niederlande und die Schweiz befreiten später ihre „Kapitäne“ vom Tragen der Kapitänsbinde unter Berufung auf mögliche Strafen, sagten aber, sie seien „frustriert“ über die Unnachgiebigkeit der FIFA.
Sowohl der Deutsche Fußball-Bund als auch die Regierung des Landes kritisierten die Entscheidung der FIFA, die Verwendung von Armbändern zu verbieten.
Der Weltfußballverband beschloss daraufhin, die ursprünglich für das Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2022 geplante Kampagne „Nein zur Diskriminierung“ voranzutreiben, damit alle 32 Kapitäne der Nationalmannschaften während des Turniers die Armbinde tragen können.
Seit seiner Auswahl als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2022, die am Sonntag beginnt und bis zum 18. Dezember läuft, war Katar Gegenstand verschiedener Kritik, insbesondere hinsichtlich seiner Haltung zu Menschenrechten, LGBTQ+-Themen und der Belästigung von Wanderarbeitern.
Vor diesem Hintergrund schlossen sich im September mehrere Verbände zusammen, um sich mit der Initiative „One Love“, Verteidiger der Gleichheit, auszudrücken, in der sie sich für die symbolische Verwendung einer Armbinde mit der Inschrift und den Farben des Regenbogens entschuldigten.
Katar, das erste Land im Nahen Osten, das eine Fußballweltmeisterschaft ausrichtet, hat dafür gesorgt, dass alle Fans ohne Diskriminierung willkommen sind, aber die Gesetze des Landes stellen Homosexualität unter Strafe.
AJO // PFO



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