Pünktlich zu den Feiertagen veranstalten der BTE Handelsverband und der Motivations- und Kommunikationscoach Andreas Nemeth das Seminar „Besseres Weihnachtsgeschäft mit hochmotivierten Mitarbeitern“. Die Präsentation konzentriert sich, wie der Name schon sagt, auf die Motivation.
Nemeth berät, wie man Einzelhandelsmitarbeiter im heutigen schwierigen wirtschaftlichen Klima motiviert. Er erklärt auch, wie diese Motivation auch Kunden zum Kauf antreiben kann, denn seiner Meinung nach sind es „hochmotivierte Mitarbeiter“, die „begeisterte Kunden zu kauffreudigen Kunden machen“.
Wie werden Mitarbeiter motiviert?
Wie kann ein Modehändler die Motivation seiner Mitarbeiter steigern? Nach Nemeth gibt es drei verschiedene Aspekte, die die Motivation beeinflussen, die jeweils durch Lust oder Bestrafung erreicht werden können. Dazu gehören die Eigenmotivation der Mitarbeiter und externe Motivationstreiber wie Druck oder im besten Fall Anerkennung für geleistete Arbeit. Die letzte und „höchste Motivation“ ist die Sinnfindung in der anstehenden Aufgabe.
Diese Theorie besagt, dass Mitarbeiter, die in ihren Aufgaben einen Sinn finden, dazu motiviert werden. Während durch gezielte Formulierungen sowohl das Bewusstsein als auch das Unbewusste trainiert werden können, sind drei Aspekte sehr wichtig, um eine positive und motivierende Unternehmenskultur zu erreichen:
1 Informationsfluss
Die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation wird von Unsicherheit und Besorgnis begleitet. Offene Gespräche und ein ehrlicher Dialog vermitteln Vertrauen und können Mitarbeiter unterstützen und sie von Sorgen und Ängsten befreien.
2 Realistischer Optimismus
Blinder Optimismus ist nicht glaubwürdig, was funktioniert, ist Mitarbeiter mit realistischem Optimismus zu motivieren. Sätze wie „Lass uns Urlaub machen, wir sind fertig“ können für einen positiven Motivationsschub sorgen, erklärt Nemeth.
3 Personen schulen
Es macht keinen Sinn, sich auf die Fehler des Mitarbeiters zu konzentrieren, denn er sucht, findet. Verstärken Sie stattdessen die Potenzialentfaltung der Mitarbeiter durch persönliche Gespräche, Coaching oder Sondereinsätze. Vor allem ist es wichtig zu erkennen, dass jeder ungenutzte Potenziale hat.
Wie schafft man eine motivierende Kommunikationskultur?
Die richtige Sprache und Form der Kommunikation sind Schlüsselelemente, um Menschen zu motivieren. Die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren, ist ein wichtiger Faktor, denn jedes Wort wirkt bewusst und unbewusst auf die menschliche Psyche.
Kurz gesagt: Sprache kann einen großen Einfluss auf andere Menschen und damit auf Kollegen, Mitarbeiter und Kunden haben. Selbst eine kleine Änderung in der Formulierung hat einen großen Einfluss auf die Motivation eines Einzelnen. Mit der richtigen Einstellung kann der anspruchsvollste Kunde also als interessante Herausforderung angesehen werden: Es ist alles eine Frage der Vision und wie man Dinge sagt.
Für Führungskräfte sei es sehr wichtig, „vorausschauend“ zu denken, erklärte der Kommunikationscoach in seinem Seminar. Mit „proaktiv“ meinen wir, ohne Protest mit der Situation umzugehen. Besser unterstützen als dagegen, erklärte er. Das bedeutet nicht, alles komplett zu ignorieren, sondern Mitarbeiter konsequent, aber ohne Protest und mit Verständnis zu führen.
„Ich weiß, dass Sie sehr hart gearbeitet haben, aber wir werden während des Weihnachtsverkaufs sehr hart arbeiten“, ist ein Beispiel für die proaktive Reaktion von Andreas Nemeth auf gestresste Mitarbeiter durch die Weihnachtsarbeitszeit.
Gerade im Verkaufsraum ist darauf zu achten, dass nur positive und aufbauende Themen behandelt werden und Ihre Worte mit Bedacht gewählt werden. Wenn es notwendig ist, konstruktive Kritik zu äußern oder eine ernsthafte Diskussion zu führen, sollte dies immer außerhalb des Arbeitsbereichs oder an privaten Orten geschehen.
Fördern Sie die Eigenmotivation der Mitarbeiter
Um die Eigenmotivation der Mitarbeiter zu fördern, wurden im Seminar fünf konkrete Tipps gegeben, die zum Erfolg führen können:
- Setzen Sie dem Mitarbeiter erreichbare Ziele, da diese die Motivation fördern und ihm Anerkennung, Respekt und Verantwortung verschaffen. So können Sie beispielsweise in der Weihnachtszeit überdurchschnittlich viele Artikel pro Kunde in Mitarbeiter-Incentives umwandeln.
- Setzen Sie klare Regeln, denn sie geben Sicherheit: Jeder weiß genau, was von ihm erwartet wird. Bestimmen Sie besonders während der Ferienzeit, welche Dienstleistungen Standard sind und allen Kunden angeboten werden.
- Offene Kommunikation und Vertrauen gehen mit dem Informationsfluss im Unternehmen einher. Dafür sind kurze tägliche Meetings sinnvoll. Um in weihnachtlicher Stimmung zu bleiben, schlägt Andreas Nemeth Adventstreffen ab Samstag vor, zum Beispiel gemeinsames Frühstück, ein Treffen, bei dem man auch konkrete Ziele und Regeln für den Tag festlegen kann.
- Es besteht kein Zweifel, dass die Mitarbeiter zur Teilnahme an Schulungen eingeladen werden sollten. Brainstorming und sich an Unternehmensinnovationen zu beteiligen. Dies führt einerseits zu mehr gegenseitigem Respekt und Wertschätzung, stärkt die Innovationskraft des Unternehmens und führt andererseits zu mehr Verbundenheit der Mitarbeiter mit ihrer Arbeit und dem Unternehmen.
- Die Eigenverantwortung der Mitarbeiter soll gestärkt werden, indem ihnen mehr Raum für eigenverantwortliches Arbeiten gegeben wird. Natürlich gibt es Regeln, aber es muss auch genügend Raum für eigene Entscheidungen der Mitarbeiter geben.
In Sachen Weihnachtsstimmung betont Nemeth auch, dass kleine Geschenke, sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden, sehr geschätzt werden.
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf FashionUnited.DE und wurde später aus dem Deutschen ins Spanische übersetzt und von Alicia Reyes Sarmiento bearbeitet.



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