Bundeslandwirtschaftsminister Cem zdemir bestätigte heute den Plan der Bundesregierung, dem Land den Export von gesundheitsschädlichen Pestiziden zu verbieten, die in der Europäischen Union (EU) verboten sind. Das Verbot tritt Anfang nächsten Jahres in Kraft und betrifft nach Brasilien importierte Produkte.
„Es ist nicht hinnehmbar, dass wir zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung weiterhin Pestizide produzieren und exportieren, die wir im eigenen Land verboten haben“, sagte der Grünen-Politiker in einem Interview mit der deutschen Mediengruppe Funke.
zdemir betonte, dass das Recht auf Gesundheit universell sei und auch für Landwirte in anderen Ländern gelte. Dem Bericht zufolge sollen bis Ende dieses Jahres Vorschläge für Änderungen des deutschen Rechts mit einem Ausfuhrverbot für einige Pestizide eingereicht werden.
Das in der EU verbotene Ausfuhrverbot für Pestizide ist in der Einigung der deutschen Regierungskoalition aus Grünen, Sozialdemokraten und Liberalen geregelt. zdemir erklärte auch, dass das Land Frankreich dabei unterstützen würde, dieses Verbot auf die gesamte Europäische Union auszudehnen.
Der Minister betonte auch, dass diese Änderung auch einen positiven Nebeneffekt für die deutschen Landwirte haben wird, indem ein wenig mehr Fairness im Wettbewerb geschaffen wird, indem die Verwendung von im Inland verbotenen Produkten im Ausland beendet wird.
Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden im vergangenen Jahr mehr als 53.000 Tonnen Pestizid-Wirkstoffe bundesweit exportiert. Davon sind 8.525 Tonnen in der Europäischen Union verbotene Stoffe.
Das Verbot muss Brasilien treffen
Viele Pestizide, die in der Europäischen Union verboten sind, werden weiterhin von in der EU ansässigen Unternehmen für den Export hergestellt, wie etwa die deutsche BASF und Bayer. Das Unternehmen verteidigt den Verkauf dieses Produkts mit der Behauptung, dass die Substanz von den Gesundheitsbehörden im Land des Kaufs ausgestellt wurde.
Das Verbot in Deutschland muss Brasilien erreichen. Eine von der Schweizer NGO Public Eye durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab, dass das Land der zweitgrößte Abnehmer von Pestiziden ist, die auf europäischem Boden hergestellt, aber in der EU verboten sind. Im Jahr 2020 hat Greenpeace nachgewiesen, dass BASF und Bayer die Produktion von 12 % der zugelassenen Pestizide in Brasilien halten. Deutsche Firmen stellen zum Beispiel die in Europa verbotenen Insektizide Imidacloprid und Chlorfenapyr her.



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