Hier sind die beliebtesten Inhalte in Europa

Die Piraterie erlebt ihr zweites goldenes Zeitalter seit der Fragmentierung legaler Streaming-Angebote. Laut einer neuen Studie des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) kann die illegale Weitergabe von Inhalten über Streaming- oder Torrent-Plattformen negative Auswirkungen haben im vergangenen Jahr um 3,3 % gestiegen. Ein Trend, der sich in den letzten Monaten bestätigt hat und insbesondere japanische Fernsehserien, Filme und Animationen betrifft.

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Nach einem langsamen Rückgang bis 2021 nimmt die Piraterie von Multimedia-Inhalten wieder Fahrt auf. Neben Filmen und Serien erfreuen sich auch Fernsehsendungen zunehmender Beliebtheit bei Konsumenten illegaler Sendungen. Letzteres repräsentiert fast die Hälfte (48 %) des Download-Volumens, mit 15 % Wachstum in einem Jahr. Eine Situation, die alles andere als überraschend ist, in einer Zeit, in der Bezahlkanäle – insbesondere Sport – immer beliebter werden und die breite Öffentlichkeit nach und nach die traditionellen TV-Boxen zugunsten von SVOD-Plattformen aufgibt.

Mittlerweile sind auch Serien von der zunehmenden Piraterie am stärksten betroffen. Dieses Angebot ist schnell gewachsen, und gerade in der Episodenproduktion möchte sich der Unterhaltungsriese mit immer ehrgeizigeren Originalkreationen von der Konkurrenz abheben.

Manga, Filme und Musik: Piraterie hört nie auf

Weit dahinter liegen Filme (11 %), Software (7 %) und schließlich Musik (6 %). Das ist in diesem Fall nicht verwunderlich, denn wenn Filme und Serien unter der Fragmentierung legaler Angebote leiden, sind Internetnutzer in der Regel an nur eine Musikplattform gebunden. Was die Software angeht, haben sie es auch geschafft, ihre eigene zu entwickeln, mit Abonnementformeln, die immer komplexer (aber sicherlich nicht unmöglich) zu hacken sind.

Mit durchschnittlich zehn monatlichen Besuchen auf Piratenplattformen liegt der Rekordwert für Internetnutzer in der Europäischen Union große Unterschiede zwischen den Ländern Mitglied. Die höchsten Besuchsraten verzeichneten beispielsweise Estland und Lettland mit knapp 25 erfassten Zugriffen pro Nutzer und Monat. Mittlerweile schnitten Deutschland, Italien und Polen mit 0,75 Besuchen pro Monat gut ab.

Diese höchst problematische Situation beklagt Christian Archambeau, Geschäftsführer des EUIPO: „Urheberrechtsverletzungen im digitalen Zeitalter sind immer noch ein sehr ernstes Problem und eine direkte Bedrohung für die Kreativwirtschaft in Europa. Diese neue Studie zeigt, dass mehr getan werden muss, um die Piraterie zu bekämpfen. Dieses Phänomen zu stoppen ist schwierig, da die Piraterie mit der technologischen Entwicklung immer weiter zunimmt.„.

Streamen statt Torrent

Weitere beobachtete Phänomene: Das illegale Streaming hat zugenommen mehr als nur ein Torrent-Download. In Frankreich macht diese Zahl fast 35 % des gesamten illegalen Zugriffs aus. Darüber hinaus beobachten wir im April und September deutliche Pflugspitzen, während die Sommerperiode logischerweise die langsamste Zeit des Jahres ist.

Lora Kaiser

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