Deutsche „Weisen“ reduzieren deutsches Wachstum drastisch auf 1,8 % bis 2022

Experten hatten im November ein BIP-Wachstum von mehr als 4,6 % für das Jahr prognostiziert, aber die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine – insbesondere Probleme in Lieferketten und Energiepreisen – erzwangen diese scharfe Abwärtskorrektur.

„Im November gab es Anzeichen, die auf eine starke Erholung der Wirtschaftslage hindeuteten. Der gesamte Auftragsbestand und die Lieferkettenprobleme des Unternehmens aufgrund der Pandemie scheinen gelöst zu sein“, sagte Wirtschaftswissenschaftler Achim Truger in seiner Präsentation. „Komitee der Weisen“ in Berlin.

„Jetzt bringt der Krieg neue Versorgungsprobleme und Unternehmen haben Probleme mit steigenden Energiepreisen“, fügte er hinzu.

Die „Klugen“ erwarten in Deutschland eine Inflation von 6,2 % im Jahr 2022 und 2,9 % im jahr 2024, was immer noch deutlich über dem Ziel der EZB liegen würde, wonach Preisstabilität bei einer Inflation von knapp unter 2,0 % gewährleistet ist.

Die hohe Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energielieferungen birgt besondere Risiken, die laut Ökonom Volker Wieland sogar zu einer Rezession mit hoher Inflation führen könnten.

Auf der positiven Seite betonen Experten, dass die Arbeitsmarktlage stabil bleiben wird: Sie erwarten eine Arbeitslosenquote von 5,1 % in diesem Jahr, verglichen mit 5,7 % im Jahr 2021 und 4,9 % im jahr 2024.

Experten empfehlen vor allem, durch eine Diversifizierung der Versorgung und den Ausbau erneuerbarer Energien auf die Energieunabhängigkeit Russlands hinzuarbeiten.

Ricarda Lange

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