Deutschlands Exporte von Waren und Dienstleistungen beliefen sich im Februar auf 124.700 Millionen Euro, 6,4 % mehr als im Januar und 14,3 % mehr als im gleichen Monat 2021, so die vorläufigen Daten, die das Statistische Bundesamt an diesem Montag veröffentlicht hat (Übersicht).
Die Importe stiegen im Vergleich zum Januar um 4,5 % und erholten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 24,6 % auf 113.100 Millionen Euro.
Europas größte Volkswirtschaft erzielte einen Handelsüberschuss von 11.500 Millionen Euro, verglichen mit 18.200 Millionen im Februar 2021 und 8.900 Millionen im Januar dieses Jahres, in um Saison- und Kalendereffekte bereinigten Daten. Die Exporte in die Mitgliedsländer der Eurozone stiegen im Februar gegenüber Januar um 9,2 % auf 46.800 Millionen Euro, während die Exporte in EU-Länder ohne gemeinsame Währung um 13,0 % auf 21.000 Millionen Euro stiegen.
Der deutsche Umsatz mit Drittländern außerhalb der Europäischen Union (EU) stieg im Februar im Vergleich zum Vormonat um 2,1 % auf 56.900 Mio. Euro.
Die meisten deutschen Exporte gingen im Februar in die Vereinigten Staaten, ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber Januar auf 11.200 Millionen Euro.
Die Exporte nach China stiegen um 6,4 % auf 9.500 Mio. € und nach Großbritannien um 0,7 % auf 5.700 Mio. €.
Die meisten Importe kamen im Februar aus China, aus dem Waren und Dienstleistungen im Wert von 13.800 Millionen Euro importiert wurden, 4,8 Prozent mehr als im Januar.
Die Importe aus den Vereinigten Staaten fielen um 2,5 % auf 6.300 Millionen Euro und aus Großbritannien um 3,6 % auf 2.600 Millionen Euro.
Die Exporte nach Russland fielen im Februar um 6,3 Prozent auf 2.400 Millionen Euro und die Importe um 7,3 Prozent auf 3.700 Millionen Euro.
Der Außenhandel mit Russland wurde erst ab Ende Februar aufgrund des Einmarsches in die Ukraine und der gegen Moskau verhängten Sanktionen eingeschränkt.
Wie sich diese Sanktionen, andere exportbeschränkende Maßnahmen und das Verhalten nicht sanktionierter Marktteilnehmer auf den deutschen Außenhandel mit Russland auswirken, dürfte bereits die Außenhandelsstatistik vom März zeigen.
Ohne Saison- und Kalendereffekte exportierte Deutschland im Februar Waren und Dienstleistungen im Wert von 123,3 Milliarden Euro, während die Importe von Waren und Dienstleistungen der deutschen Wirtschaft nach Russland 111,9 Milliarden Euro betrugen.



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