Bildarchiv des Deutschen Bundestages. /
Der Gesundheitschef scheiterte mit seinem Vorschlag, alle über 60 zu impfen
Die Deutschen werden nicht gezwungen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Der Bundestag hat heute mit großer Mehrheit die Einführung einer Impfpflicht für Menschen über 60 abgelehnt, die von mehreren Vertretern der Koalition aus Sozialdemokraten (SPD), Grünen und Liberalen (FDP) initiiert wurde. ) . Nur 296 Abgeordnete stimmten für den Gesetzentwurf, während 378 dagegen stimmten und 9 sich enthielten. Bundeskanzler Olaf Scholz und sein Gesundheitsdezernent Karl Lautherbach unterstützen den Vorschlag nachdrücklich. Die Parteidisziplin wurde jedoch der Abstimmung überlassen, und die Abgeordneten können nach ihrem Gewissen abstimmen. Der Abstimmung im Unterhaus war eine hitzige Debatte vorausgegangen, in der sich Christdemokraten (CDU) und Bayerische Christliche Soziale (CSU) weitgehend gegen eine Impfpflicht ausgesprochen hatten.
Aber auch der Vorschlag kam nicht zustande. Auch eine von den Konservativen als Kompromiss vorgeschlagene Initiative scheiterte im Deutschen Bundestag mit nur 172 Ja-Stimmen und 497 Nein-Stimmen bei ebenfalls neun Enthaltungen. Zwei weitere Voten, dieses Mal die Impfpflicht komplett abzulehnen, die erste vom liberalen Vizepräsidenten Wolfgang Kubicki und die zweite von der ultranationalistischen Alternative für Deutschland (AfD), wurden ebenfalls mehrheitlich abgelehnt. aus dem Raum, mit nur 85 bzw. 79 Ja-Stimmen. Bundesgesundheitsminister und Immunologe Karl Lautherbach zeigte sich von den Ergebnissen seiner Initiative sehr enttäuscht. „Das wird den Kampf gegen die Pandemie im nächsten Herbst nur erschweren“, sagte er auf Twitter.
In der Debatte zwei Stunden zuvor hatte Lautherbach vehement an die konservativen Gesetzgeber appelliert, seinem Vorschlag zuzustimmen, eine Impfpflicht für über 60-Jährige vorzuschreiben. „Heute ist ein entscheidender Tag. Lassen Sie uns nicht im Stich und tragen Sie wenigstens Ihre Verantwortung“, appellierte er an die Fraktionen von CDU und CSU. Der gesundheitspolitische Sprecher des Bundestags, Tino Sorge, argumentierte in diesem Zusammenhang, seine Absage beruhe auf der Unkenntnis welche Variante des Coronavirus im Herbst vorherrschen wird und ob die jetzt verfügbaren Impfstoffe dagegen wirken werden.“ Kubicki verteidigte derweil die Verweigerung aller Pflichtimpfungen, sorgte dafür, dass es zur Herdenimmunität führe und erinnerte daran, dass das deutsche Gesundheitssystem nicht überfordert sei „Impfungen dienen dem Selbstschutz, nicht dem Schutz anderer Menschen“, sagte der liberale Vizepräsident, nachdem er erklärt hatte, dass Impfungen nicht vor einer Ansteckung schützen. Es sei weder eine politische Pflicht noch verfassungswidrig, Menschen dazu zu zwingen geimpft werden, um andere zu schützen.



„Would-be music lover. Writer. Enthusiastic beer connoisseur. Award-winning reader. Social Media Scientist. Hipster friendly food expert.


