Brüssel will in der gesamten Europäischen Union (EU) Straftaten wie Vergewaltigung, weibliche Genitalverstümmelung und Cyber-Gewalt unter Strafe stellen, zu denen Cyber-Stalking, das Teilen intimer Bilder ohne Zustimmung, Cyber-Belästigung und Cyber-Aufstachelung zu Hass oder Gewalt gehören.
Die vorgeschlagenen Richtlinien umfassen auch die Stärkung des Zugangs der Opfer zur Justiz und die Ermutigung der Mitgliedstaaten, einen einheitlichen Mechanismus zu schaffen, der alle Unterstützungs- und Schutzdienste an einem Ort zusammenführt.
Die neuen Regeln führen neue Möglichkeiten zur Meldung von Gewalttaten ein, die sicherer, einfacher, zugänglicher und besser auf Fälle zugeschnitten sind, in denen die Opfer Kinder sind.
Andererseits werden Fachkräfte, d. h. Angehörige der Gesundheitsberufe oder Psychiater, nicht mehr durch die Vertraulichkeitsregelung behindert und können begründete Verdachtsmomente über das unmittelbare Risiko einer schweren Körperverletzung melden.
Die Behörden müssen außerdem beim ersten Kontakt des Opfers eine individuelle Risikobewertung durchführen, um das vom Täter ausgehende Risiko einzuschätzen. Auf dieser Grundlage müssen die Behörden unverzüglich Schutz durch Verbote oder Notstandsentscheidungen gewähren.
Die Europäische Kommission schlägt außerdem vor, dass Beweise oder Fragen zum Privatleben der Opfer, insbesondere zu ihrem Sexualleben, nur dann verwendet werden sollten, wenn dies unbedingt erforderlich ist.
Opfer von Gewalt haben das Recht, vom Täter vollen Schadensersatz zu verlangen, einschließlich Kosten für Gesundheitsversorgung, Unterstützungsdienste, Einkommensverluste sowie physische und psychische Schäden.
Sie sollten auch während des Strafverfahrens eine Entschädigung erhalten können.
Nach Angaben von Gemeindevorständen ist Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt in der gesamten Europäischen Union weit verbreitet und betrifft schätzungsweise jede dritte Frau in durchschnittlich 27 Mitgliedstaaten, wobei jede zweite Frau Opfer sexueller Belästigung wird. .
Auch Online-Gewalt nimmt zu und richtet sich in erster Linie gegen Frauen im öffentlichen Leben, wie Journalisten und Politiker, wobei jede zweite junge Frau geschlechtsspezifische Cyber-Gewalt erlebt.
Frauen sind auch Opfer von Gewalt am Arbeitsplatz: Bei etwa einem Drittel der Frauen in der EU, die sexuelle Belästigung erlebt haben, geschah die Belästigung am Arbeitsplatz.
Heute wird der Internationale Frauentag gefeiert.



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