Aufgrund dieser Diagnose stehe die Volkswirtschaft zunehmend unter Druck, sagte ifo-Präsident Clemens Fuest bei der Analyse der aktuellen Dynamik und kurzfristigen Perspektiven, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe.
Der Geschäftsklima-Vertrauensindex lag im September bei 85,4 Punkten, 1,2 Punkte weniger als im Vormonat (86,8).
Die Meinung der Unternehmer zur aktuellen Lage sank von 86,4 Punkten im August auf 84,4 Punkte im September, während die Erwartungen um fünf Zehntel auf 86,3 Punkte sanken, bestätigte die Umfrage.
Der Quelle zufolge ist die Einschätzung des verarbeitenden Gewerbes am pessimistischsten, wenn man bedenkt, dass die aktuelle Situation „viel schlimmer“ sei und man in naher Zukunft aufgrund der reduzierten Aufträge keine Verbesserung erwarte.
Weniger skeptisch sind die Erwartungen gegenüber dem Gastgewerbe- und Tourismussektor, wie aus einer Studie hervorgeht, bei der Kriterien von rund neuntausend Führungskräften aus der Wirtschaft erhoben wurden.
Eine weitere Untersuchung des Ifo und des europäischen EconPol-Netzwerks warnte gestern vor bestehenden Bedenken hinsichtlich eines möglichen Rückgangs der deutschen Exporte in wichtige Märkte wie China und die Vereinigten Staaten, abhängig von den Ergebnissen der bevorstehenden Wahlen in nördlichen Ländern.
Am stärksten betroffen waren die Automobil- und Pharmaindustrie, wobei die Exporte in die USA nach Schätzungen von Analysten um mehr als ein Drittel zurückgingen.
ro/mjm



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