Erneuter Messerangriff in Mannheim: Ein Kandidat einer rechtsextremen Partei wurde verletzt

Ein Mitglied der rechtsextremen Partei Deutschlands wurde erstochen und verletzt in der südwestlichen Stadt MannheimDas berichteten deutsche Nachrichtenagenturen am Mittwoch, nur wenige Tage nachdem bei einem weiteren Messerangriff in derselben Stadt ein Polizist getötet und fünf Menschen verletzt worden waren.

Der Angriff ereignete sich um 22:45 (20:45 GMT) in der Nähe des Marktplatzes nach rechtsextremen Kandidaten Alternative für Deutschland (AfD), Heinrich KochDrei Menschen seien schockiert gewesen, als sie die Plakate abrissen, erklärte AfD-Sprecher Emil Sänze in einer Stellungnahme Bild.

Als Politiker ihn wegen seines Verhaltens anprangerten, Er wurde mit einem Messer angegriffen und verletzt. Zwei weitere Personen sind geflohen.

Heinrich Koch ist Kandidat für den AfD-Rat in Mannheim
Heinrich Koch ist Kandidat für den AfD-Rat in Mannheim

Der AfD-Politiker wird weiterhin im Krankenhaus behandelt nicht lebensbedrohliche Schnitteer wies darauf hin dpa. Der Angreifer wurde festgenommen.

Das Video des Angriffs, offenbar von Koch selbst aufgenommen, Von AfD-Mitgliedern in den sozialen Medien weithin geteilt.

Der Sprecher sprach von Angriffen durch Linksextremisten, was offiziell nicht bestätigt sei.

„Wir sind schockiert und enttäuscht“sagte AfD-Landesvorsitzender Markus Frohmaier.

„Ob Islamismus oder Linksextremismus: Wer die Meinungsfreiheit nicht akzeptiert oder vernünftige Argumente hat, wird jetzt zum Messer greifen. Das ist besorgniserregend und zeigt, wie weit die Spaltung in unserer Gesellschaft fortgeschritten ist. „Ich wünsche Heinrich Koch eine baldige Genesung“, sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Landtag. Anton Baron.

Die Mannheimer Polizei bestätigte bisher lediglich, dass sich der Vorfall am Dienstagabend ereignet hatte und kündigte an, Einzelheiten später mitzuteilen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur. dpa.

Ein Mann greift Menschen mit einem Messer am Informationskiosk der rechtsextremen Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) auf dem Mannheimer Innenstadtmarkt an.  (Bürgerbewegung Pax Europa/REUTERS)
Ein Mann greift Menschen mit einem Messer am Informationskiosk der rechtsextremen Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) auf dem Mannheimer Innenstadtmarkt an. (Bürgerbewegung Pax Europa/REUTERS)

Im MannheimDer Schauplatz des Angriffs auf AfD-Politiker, am Freitag a Der afghanische Staatsbürger griff den Islamgegner und vier weitere Personen mit einem Messer an. Einer der Polizisten, die bei dem Vorfall zum Einsatz kamen, wurde erstochen und starb einige Tage später im Krankenhaus.

Einer der Verletzten war ein Anti-Islam-Aktivist Michael Sturzenbergereines der führenden Mitglieder der Gruppe Europäisches Paketdie sich selbst als Organisation bezeichnet, die die Öffentlichkeit über die Gefahren „der zunehmenden Ausbreitung und Einflussnahme des politischen Islam“ informiert.

Es geschah auf einer Freilichtausstellung in Mannheim

Der Angreifer des Vorfalls vom Freitag bleibt im Krankenhaus.

Ein weiterer Angriff auf Politiker in Deutschland hat diesbezüglich Anlass zur Sorge gegeben zunehmende politische Gewalt.

Mitglied des Deutschen Christlich-Demokratischen Parlaments Roderich KisewetterDer Sprecher der konservativen Opposition für Verteidigung und Sicherheit wurde an diesem Samstag leicht verletzt, als er während der Teilnahme an einer Wahlkampfveranstaltung zum Europäischen Parlament im baden-württembergischen Aalen (Süddeutschland) angegriffen wurde.

Mitglied des Europäischen Parlaments und Spitzenkandidat der Sozialdemokraten aus Sachsen bei der Europawahl, Matthias Eckees stellt sich heraus Anfang April in Dresden schwer verwundet (dieses hier), als er beim Anbringen von Wahlplakaten angegriffen wurde.

Wahlkampfplakat mit den Spitzenkandidaten Matthias Ecke und Katarina Barley von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) für die bevorstehende Europawahl 2024 in Dresden.  (REUTERS/Lisi Niesner)
Wahlkampfplakat mit den Spitzenkandidaten Matthias Ecke und Katarina Barley von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) für die bevorstehende Europawahl 2024 in Dresden. (REUTERS/Lisi Niesner)

Zuvor hatte der mutmaßliche Täter des Anschlags a Freiwilliger der Grünendie auch Plakate aufgehängt haben.

Ein paar Tage später, Franziska GiffeyBerlins oberster Wirtschaftsbeamter, ein ehemaliger Bürgermeister und ehemaliger Bundesminister, ist bei einer Veranstaltung in einer öffentlichen Bibliothek angegriffen Nach Angaben der Polizei wurde sie von einem Mann getötet, der von hinten auf sie zukam und mit einer Tasche, die einen harten Gegenstand enthielt, auf sie einschlug. Nach dem Angriff benötigte er Krankenhaushilfe.

Franziska Giffey, die frühere Bürgermeisterin und jetzige Wirtschaftschefin Berlins, wurde bei einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek angegriffen und musste im Krankenhaus behandelt werden.  (AP Photo/Markus Schreiber, Datei)
Franziska Giffey, die frühere Bürgermeisterin und jetzige Wirtschaftschefin Berlins, wurde bei einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek angegriffen und musste im Krankenhaus behandelt werden. (AP Photo/Markus Schreiber, Datei)

Eine Woche zuvor hatte ein Kanzlerkandidat, Olaf Scholzwurde in der östlichen Stadt getroffen Dresden während seines Wahlkampfs für die Wahlen zum Europäischen Parlament diese Woche und musste operiert werden.

Oppositionsparteien und die Regierung sagen, ihre Mitglieder und Unterstützer stünden vor einem Welle körperlicher und verbaler Angriffe in den letzten Monaten und hat die Polizei aufgefordert, den Schutz für Politiker und Wahlkundgebungen zu erhöhen.

Laut einem im Februar veröffentlichten Bericht des Deutschen Bundestages wird es im Jahr 2023 soweit sein 2.790 Angriffe auf gewählte Amtsträger. Besonders betroffen waren Vertreter der Grünen, nämlich 1.219 Fälle, verglichen mit 478 Fällen bei der AfD und 420 Fällen bei der SPD, zu der auch Scholz zählte.

Im Januar behinderte eine Gruppe wütender Bauern den Vizekanzler des Landes. Robert Habeck, der den Grünen angehört, konnte die Fähre verlassen. Und Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Katrin Göring-EckardtAuch Grünen konnte letzten Monat eine Kundgebung im Bundesland Brandenburg nicht verlassen, als eine wütende Menschenmenge sein Auto blockierte.

(Mit Informationen von EFE und AP)

Friederic Beck

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