Deutschland ermittelt wegen mutmaßlicher russischer Spionage in der Luftwaffe – DW – 03.02.2024

Die Bundeswehr untersucht das mutmaßliche Abhören von Gesprächen zwischen mehreren hochrangigen Luftwaffenoffiziern, die am Freitag durch russische Medien veröffentlicht wurden, und es gibt Bedenken, dass dies nicht der einzige Fall sein könnte. „Die Militärschutzbehörde (BAMAD) hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber digitalen Medien. T-online.

Laut Quellen der Wochenzeitung Der SpiegelDas Ministerium ist besorgt über die Möglichkeit, dass die Aufzeichnung des Gesprächs echt ist und dass es weitere Abhörvorgänge bei internen TNI-Gesprächen gegeben hat. Der russische Staatssender RT veröffentlichte etwa 30 Minuten Audio, in dem der Chef der deutschen Luftwaffe, Ingo Gerhartz, mit mehreren Offizieren über die Möglichkeit der Lieferung von Taurus-Raketen nach Deutschland spricht. Ukraine.

Die Gesprächspartner diskutierten unter anderem über technische Möglichkeiten, mit diesen Waffen den Kertsch-Brückenkopf zu zerstören, der Land mit Land verbindet. Halbinsel Krim in der Ukraine, illegal von Russland besetzt, oder russische Waffendepots. Laut Quellen von Der SpiegelDas deutsche Verteidigungsministerium geht davon aus, dass der Ton echt ist und nicht mit Werkzeugen der künstlichen Intelligenz manipuliert wurde.

Strukturelles Problem?

Offenbar fand das Gespräch, das laut RT am 19. Januar stattgefunden hatte, nicht über eine sichere Leitung statt, sondern über die Videokonferenzplattform WebEx, während einer der Teilnehmer per Mobiltelefon zugeschaltet war. „Wenn diese Geschichte wahr ist, wäre das ein sehr problematisches Ereignis“, sagte der Vorsitzende der parlamentarischen Kontrollgruppe im Bundestag, Konstantin von Notz von den Grünen.

In der Audioaufnahme wird auch darauf hingewiesen, dass das Vereinigte Königreich „einige Leute vor Ort“ in der Ukraine stationiert hat, ein Einsatz, der mit der Lieferung von Sturmschattenraketen verbunden ist.

„Die Frage, die sich hier stellt, ist, ob es sich um einen einmaligen Vorfall handelte oder um ein bautechnisches Sicherheitsproblem. Ich hoffe, dass das bald geklärt wird“, sagte von Notz im Gespräch mit der deutschen Nachrichtenagentur RND. In Moskau bat die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Zajarova, den deutschen Außenminister öffentlich um eine Erklärung: Annalena Baerbockfür Audioinhalte.

DZC (EFE, dpa)

Friederic Beck

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