Der Pianist: die bewegende wahre Geschichte hinter Roman Polanskis Meisterwerk

2002 war ein Jahr der Anerkennung für Roman Polanski, der für seinen Film „Der Pianist“ die Filmfestspiele von Cannes mit der Goldenen Palme verließ. Sein persönlichstes Werk, das weder Fiktion noch Autobiografie ist, sondern eine Adaption des wundersamen und authentischen Zeugnisses des Pianisten Wladyslaw Szpilman über die Schrecken der Shoah.

Pianistdie Geschichte, die Roman Polanski brauchte

Als Überlebender des Krakauer Ghettos wartet Regisseur Roman Polanski lange, bevor er seine Geschichte über die Shoah erzählt. Bereits Anfang der 90er Jahre hatte Steven Spielberg dem Autor einen Heiratsantrag gemacht Rosemarys Baby Und Chinatown zur Bühne Schindlers Liste. Aber diese Geschichte und ihr Szenario tauchten dann auch vor ihm auf Leben und Persönlichkeit.

Roman Polanski lehnte ab, aber die Idee blieb bestehen. Der Film kann weder autobiografisch noch reine Fiktion sein. Deshalb brauchte er eine Geschichte, ein Zeugnis, alle Worte, die er finden konnte exakte und perfekte Entfernung das Thema studieren. Ende der 90er Jahre entdeckte er schließlich die Geschichte, die 2002 die Inspiration für einen seiner größten Erfolge wurde: Pianist.

Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) – Pianist
Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) – Pianist ©BAC Films

Dargestellt von Adrien Brody und Thomas Kretschmann in den Titelrollen, Pianist erzählt die Geschichte des Überlebens eines Mannes, eines professionellen Pianisten, im Warschauer Ghetto und dann am Ende des Krieges, und des musikbegeisterten deutschen Offiziers, der ihm hilft, zu überleben. Der Film war ein großer Erfolg und erhielt große Beachtung prestigeträchtige Auszeichnung (Goldene Palme 2002, sieben Césars und drei Oscars 2003). Und es gefällt mir Schindlers Liste einige Jahre zuvor, indem er eine andere wahre Geschichte erzählte Pianist bietet ein rührendes Spektakel.

Wunderbares Überleben

Der von Adrien Brody gespielte Charakter ist kein anderer als Wladyslaw Szpilman, polnischer Pianist, Schriftsteller und Komponist. Wladyslaw Szpilman wurde 1911 als Sohn einer aschkenasischen jüdischen Familie geboren und war bereits ein berühmter Musiker, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Mit der jüdischen Bevölkerung der Stadt umgezogen das schreckliche Warschauer Ghetto Im Oktober 1940 entging er auf wundersame Weise der Deportation in das Vernichtungslager Treblinka im Jahr 1942. Seine gesamte Familie wurde dorthin deportiert.

Von August bis Oktober 1944 kam es während des Warschauer Aufstands zu Zusammenstößen zwischen polnischem Widerstand und deutschen Streitkräften, die die Stadt in Trümmern hinterließen. Die meisten Bewohner verließen die Stadt, aber einige blieben und wurden zum „Robinson Crusoe von Warschau“. Sie wandern durch die Ruinen im Versteck überleben um aus Deutschland zu fliehen.

Wilm Hosenfeld (Thomas Kretschmann) – Pianist
Wilm Hosenfeld (Thomas Kretschmann) – Pianist ©BAC Films

Wladyslaw Szpilman war einer der „Robinson Crusoe von Warschau“ und in dieser Zeit, als Deutschland wusste, dass der Krieg verloren war, wurde er eines Tages von einem deutschen Offizier entdeckt. Wilm Hosenfeld. In dem Haus, in dem er sich versteckte, gab es einen Flügel. Der Offizier, ein Musikliebhaber, war sich der Unausweichlichkeit der deutschen Niederlage bewusst. Aber am wichtigsten ist, dass es wahr ist wütend über die Behandlung der polnischen Bevölkerung, Juden und Nichtjuden. Dann bat er den Pianisten zu spielen.

Sehr schwach, fast verhungert, spielte dann Wladyslaw Szpilman eine Ballade von Chopin. Wilm Hosenfeld half ihm, erlaubte ihm, sich auf dem Dachboden des Hauses zu verstecken und brachte ihm regelmäßig Essen. Im Januar 1945 wurde Wilm Hosenfeld von sowjetischen Truppen gefangen genommen und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Er starb 1952. Wladyslaw Szpilman versuchte alles, um ihn wiederzusehen, aber ohne Erfolg.

Wann Eine tote Stadt werden Pianist

Wahre Geschichte erzählt Pianist schlecht. Aber das tut er auch ein bewegendes Zeugnis tiefer Menschlichkeit. Wladyslaw Szpilman setzte seine berufliche Tätigkeit nach Kriegsende fort, wollte aber sofort die Geschichte seines Lebens während der sechs Kriegsjahre erzählen. Also ab 1946er veröffentlichte diese Geschichte in Polen unter dem Titel Eine tote Stadt. Die damals an der Macht befindlichen kommunistischen Führer zensierten es jedoch. Tatsächlich war es nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs unmöglich, deutsche Offiziere als Retter darzustellen. Verschiedene nachfolgende Regierungen hielten daran fest Dieser Sensor für Jahrzehnte.

Eine tote Stadt ist der Welt seit langem unbekannt. Dies blieb bis 1997 der Fall, als Andrezj, Sohn von Wladyslaw Szpilman, eine neue Publikation herausbrachteEine tote Stadt, das er in der Bibliothek seines Vaters fand. Der Titel ändert sich und die Geschichte wird Pianist. Es wurde 1998 in Deutschland veröffentlicht und erfreute sich schnell großer Beliebtheit best-verkauftes Buch auf allen Kontinenten. Später entdeckte Roman Polanski dieses Zeugnis. Laut James Greenberg, der die Worte des Regisseurs in seinem Buch von 2013 wiedergab Roman Polanski: RetrospektiveDer Filmemacher erklärte:

Die Zeit ist gekommen. Geschichten wie diese findet man nicht oft.

Heute, auch dank der Verfilmung von Roman Polanski, Pianist ist eines der berühmtesten Zeugnisse der Shoah.

Lora Kaiser

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