Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin, es gebe keine Pläne, die polnisch-deutsche Grenze zu schließen. In den letzten Tagen sind in den Medien Berichte über seine Schließung aufgrund einer erheblichen Zunahme der Migrationszahlen in die Europäische Union erschienen.
Deutsch. Seehofer: Polen hat eine entscheidende Initiative ergriffen
– Niemand beabsichtigt, die Grenze zu schließen, und es wäre rechtlich bedenklich, weil Polen eine sehr entschiedene Initiative ergriffen hat, um illegale Migration zu verhindern – sagte Seehofer nach einer Bundeskabinettssitzung, zitiert von der Tageszeitung „Welt“.
Der Chef des Innenministeriums bezeichnete die Migration durch Weißrussland als „staatlich organisierte oder zumindest unterstützte Schmuggelaktion“. Ihm zufolge bietet das Regime von Aljaksandr Lukaschenka beispielsweise visumfreies Reisen für Menschen aus solchen Ländern an. Syrien oder Afghanistan, um sich für die von der Europäischen Union verhängten Sanktionen zu rächen. – Migranten werden als politische Waffe eingesetzt – sagte er.
Er schlug auch vor, Gespräche mit Ländern aufzunehmen, deren Fluggesellschaften Migranten befördern, um den Menschenhandel und die Migration durch Weißrussland zu stoppen. Zu den Reden gehörten auch solche über die Vereinigten Arabischen Emirate, die Seehofer nicht nannte, berichtete „Die Welt“. Unter dem Druck der Europäischen Union Flug Irakische Fluggesellschaften haben ihre Besuche in Minsk abgesagt.
Deutschland hat von Januar bis Ende September dieses Jahres etwa 80.000 Asylbewerber aufgenommen. Seehofer sagte, dass die Migration durch Weißrussland bisher nur einen kleinen Teil der Migrationsbewegung ausmacht. Doch seit August wurden in Ostdeutschland mehr als 5.000 illegale Einreisen registriert.
Zunehmend wird auch von sogenannten Sekundärmigrationen gesprochen. Die Rede ist von Menschen, die in einem anderen Land Asyl beantragen, aber nach Deutschland einreisen. Seehofer kritisierte die griechischen und italienischen Behörden dafür, dass sie Migranten, die zuvor in diesen Ländern angekommen waren, nur zögerlich zurücknahmen.
Weitere Informationen zur Migration finden Sie unter Hauptseite Gazeta.pl.
Seehofer schickte den Brief an Kaminski. Er schlug Frontex-Hilfe vor
Am Dienstag ein Schreiben wurde auf der Website des Ministeriums für Inneres und Verwaltung veröffentlicht vom Chef des Bundesinnenministeriums Horst Seehofer an Minister Mariusz Kamiński gesandt. „Mit großer Sorge beobachte ich – wie Sie sicherlich auch – die jüngsten eskalierenden Ereignisse im Zusammenhang mit der illegalen Migration von Drittstaatsangehörigen, insbesondere aus den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, über Weißrussland nach Polen und Deutschland“, schrieb Seehofer.
Der Chef des deutschen Innenministeriums dankte der polnischen Regierung und ihren Diensten für den „Schutz unserer gemeinsamen Außengrenzen, deren Ziel es ist, die illegale Migration durch Weißrussland in die EU-Staaten so weit wie möglich zu verhindern“. Ihm zufolge betreffe das Thema illegale Grenzübertritte zunehmend auch andere EU-Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland.
„Angesichts der vor uns liegenden gemeinsamen Herausforderungen halte ich es für sinnvoll, unsere bewährten gemeinsamen Patrouillen des polnischen und deutschen Grenzschutzes an der polnisch-deutschen Grenze – unterhalb der Schwelle der vorübergehenden Wiedereinführung von Binnengrenzkontrollen – weiter zu verstärken Weißrussland möchte ich eine deutliche Erhöhung der Beteiligung von Beamten und Beamten der Bundespolizei zu diesem Zweck vorschlagen. Grenzschützer“, schrieb Seehofer.
„Darüber hinaus schlagen wir vor, dass – angesichts der weiteren Herausforderungen durch den Zustrom von Migranten – die Unterstützung der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex in Anspruch genommen wird“ – er fügte hinzu.
Schließung der polnisch-deutschen Grenze? Andrzej Duda: Es gibt kein solches Signal
Angesichts jüngster Medienberichte über die angebliche Schließung der polnisch-deutschen Grenze haben wir am Montag über das Gespräch zwischen Präsident Andrzej Duda und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier berichtet.
– Herr Präsident [Niemiec – red.] Er hat mir klar geantwortet, dass er ein solches Signal von keinem ernsthaften deutschen Politiker gehört hat und noch nie davon gehört hat, dass solche Überlegungen auf deutscher Seite in so ernsthafter Weise durchgeführt werden – sagte Andrzej Duda. Der ganze Artikel dazu Thema Nachfolgend finden Sie:



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