„Dahomey“ gewann den ersten Preis bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin

Der Silberne Bär für das beste Drehbuch ging an Matthias Glasner, deutscher Drehbuchautor und Regisseur von „Dying“, einem Drama über eine Familie, die mit dem Tod eines Elternteils zurechtkommt. Der Preis für die beste Nebendarstellerin ging an Emily Watson für ihre Rolle als böse irische Nonne in „Small Things Like These“.

Das diesjährige Festival, in Deutschland als Berlinale bekannt, ist das jüngste unter der Leitung von Mariëtte Rissenbeek und Carlo Chatrian, die 2019 die Doppelleitung des Festivals übernommen haben, um dessen Bekanntheit zu steigern. Ein Großteil der Diskussion um aktuelle Ereignisse konzentriert sich auf die Frage, ob sie ihren Auftrag erfüllt haben.

Auf der Wettbewerbsliste stehen eine Mischung aus Berlinale-Hauptdarstellern, darunter Sang-soo und der deutsche Regisseur Andreas Dresen, sowie esoterischere und politisch explizitere Filme aus Ländern wie dem Iran. Viele Kritiker bemängelten jedoch, dass die Besetzung unausgewogener und weniger abenteuerlich sei als in den Vorjahren. Mitten im Festival schrieb Susan Vahabzadeh von der Süddeutschen Zeitung auf Deutsch: „Die Dichte an wirklich erfolgreichen Filmen ist nicht hoch.“

Andere beschwerten sich darüber, dass es der Show dieses Mal an Starpower mangelte, obwohl Adam Sandler und Kristen Stewart auftraten. In der New York Times schrieb die Kritikerin Jessica Kiang, dass sich das Festival „selten so bedrängt und instabil oder so unsicher gefühlt hat“.

Das ist die Herausforderung für Tricia Tuttle, eine Amerikanerin, die zuvor das London Film Festival leitete und im April die Leitung der Berlinale übernehmen wird, dem besuchermäßig größten Filmfestival der Welt. Er muss nicht nur die besten Talente anziehen, sondern auch das Festival in einem gefährlichen finanziellen und politischen Klima leiten.

Auf einer Pressekonferenz zur Bekanntgabe seiner Ernennung im Dezember sagte Tuttle, sein Ziel sei es, „etablierte Filmemacher“ mit „unterrepräsentierten Stimmen“ in Einklang zu bringen, merkte jedoch an, dass die Schwierigkeiten, mit denen die Berlinale konfrontiert sei, nicht einzigartig seien. „Die letzten Jahre waren für jedes Festival hart“, sagte er.

Lora Kaiser

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