Deutsche Staatsanwaltschaft durchsucht Volkswagen-Zentrale wegen angeblich illegaler Zahlungen an Betriebsrat | Wirtschaft

Die deutsche Staatsanwaltschaft hat wegen des Verdachts illegaler Zahlungen an Betriebsräte mehrere Durchsuchungen in den Büros des deutschen Automobilherstellers Volkswagen am Konzernsitz in Wolfsburg im Norden des Landes durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig berichtete, dass die Produzenten den Ausschussmitgliedern im Rahmen einer Vorzugsbehandlung angeblich überhöhte Gehälter im Vergleich zu anderen Mitarbeitern gezahlt hätten. Volkswagen bestätigte die am Dienstag durchgeführte Durchsuchung und versicherte, „uneingeschränkt mit den ermittelnden Behörden zu kooperieren“.

Seit Jahren geht die Justiz dem Verdacht nach, dass Volkswagen den Arbeitnehmern im Betriebsrat überhöhte Löhne zahlte. Als Reaktion auf diese Verdachtsmomente kürzte Volkswagen Ende 2017 vorsorglich die Gehälter von 15 Betriebsräten auf Führungsebene. Unter ihnen war Bernd Osterloh, der damalige Ausschussvorsitzende und zum Zeitpunkt seines besten Gehalts rund 750.000 Euro brutto im Jahr erhalten hatte, inklusive Sonderzahlungen.

Die Betroffenen reichten Beschwerden ein, es wurde ein Schlichtungsverfahren durchgeführt und schließlich erhielten sie ab Frühjahr 2019 ihre Managergehälter zurück, erklärte die Wirtschaftszeitung. Handelsblatt. Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft stammen die neuen Anklagepunkte tatsächlich aus diesem Jahr und könnten daher im Widerspruch zu den Ergebnissen des Schlichtungsverfahrens stehen. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Im Laufe der Jahre erreichten auch mehrere Beschwerden bezüglich der Gehälter von Ausschüssen die Gerichte. Im Jahr 2021 wurden vier Volkswagen-Personalmanager, darunter Karlheinz Blessing und Horst Neumann, von der Begünstigung von Betriebsratsmitgliedern bei deren Bezügen zwischen 2011 und 2016 freigesprochen Bonus Der Betrag liegt zwischen 80.000 und 560.000 Euro pro Jahr. Anfang des Jahres hob ein Bundesgericht das Urteil jedoch auf.

Autokonzerne waren gezwungen, die Gehälter einiger dieser Leute zu überprüfen. Der Ausschuss kritisierte inzwischen die Situation der Rechtsunsicherheit. Bisher, laut Handelsblatt17 Betroffene haben vor den Arbeitsgerichten in Braunschweig, Hannover, Emden und Kassel geklagt und 16 von ihnen gaben Recht.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber mehreren deutschen Medien, Hintergrund der aktuellen Ermittlungen sei „die Zahlung von Gehältern an Betriebsratsmitglieder, die einen Verstoß gegen das im Unternehmensgründungsgesetz enthaltene Begünstigungsverbot darstellt“. Die Polizei durchsuchte außerdem vier Privatwohnungen, die nichts mit dem Autokonzern zu tun hatten.

Andererseits wird Volkswagen aufgrund der sinkenden Nachfrage die Produktion von Elektroautos in seinen Werken in Zwickau und Dresden reduzieren. In den ersten beiden Oktoberwochen wird die Produktion des ID.3 – dieses in Dresden produzierte Modell wird die Produktion zwischen dem 2. und 16. Oktober komplett einstellen – und des Cupra Born eingestellt. Im Juni hatte das Unternehmen eine ähnliche Entscheidung getroffen, die Produktion der in Emden produzierten Modelle ID.4 und ID.7 zu reduzieren. Vor einem Jahr hat Deutschland die Beihilfen für den Kauf von Elektrofahrzeugen gestrichen.

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Lora Kaiser

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