(LaPresse) Deutschland verabschiedet sich vom Kaiser des deutschen Fußballs und der Welt. Franz Beckenbauer ist starb im Alter von 78 Jahren. Er gilt als einer der größten Verteidiger aller Zeiten. Beckenbauer wurde 1945 in München im zerstörten Nachkriegsdeutschland geboren und wuchs als Spieler für den Verein seiner Heimatstadt Bayern auf. Er debütierte als Mittelfeldspieler und spielte dann als Libero, was er auf moderne Weise interpretierte. Seine Vorwärtsbewegung aus der Verteidigung war legendär. Mit dem Bayern-Trikot gewann er zwischen 1968 und 1976 viermal Bundesliga, 3 Europapokale, Interkontinentalpokal. Er gewann 1972 und 1976 zweimal den Ballon d’Or. Außerdem gewann er 1981/82 im Hamburger Trikot die deutsche Meisterschaft. Beckenbauer war als deutscher Kapitän am legendären 4:3-Halbfinalsieg Italiens in Mexiko beteiligt, gewann 1972 die Europameisterschaft und gewann 1974 die Weltmeisterschaft in München durch den Finalsieg gegen Cruyffs Niederlande. Er war von 1984 bis 1990 Nationaltrainer und gewann als Trainer auch die Weltmeisterschaft bei Italia ’90. Sein Deutschland, angeführt von Matthäus, besiegte Maradonas Argentinien im Finale in Rom. Er trainierte auch die Bayern und gewann 93/94 die Meisterschaft und 96 den UEFA-Pokal. Am Ende seiner Karriere bekleidete er verschiedene Führungspositionen beim bayerischen Verein bis hin zum Ehrenpräsidenten. Fußballverband und Vorsitzender des Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 2006. Er war außerdem Vizepräsident der FIFA. (LaPress)



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