Warum Deutschland zögert, eine große Militärmacht zu werden

Bildunterschrift,

Die deutsche Marine beteiligt sich an Koalitionstruppen gegen ISIS in Syrien; Das Land investierte nicht viel in Militäreinsätze

Deutschland ist eines der mächtigsten Länder der Welt, aber das kommt in militärischen Debatten selten zur Sprache. Im Kontext der Spannungen und Konflikte in Asien und im Nahen Osten stellt sich intern und international die Frage: Ist es an der Zeit, dass auch Deutschland eine Militärmacht wird?

Das Land hat guten Grund, sich angesichts eines äußerst instabilen Szenarios unsicher zu fühlen, zu dem die Gruppe Islamischer Staat im Nahen Osten und damit verbundene Konflikte, die eine Einwanderungswelle nach Europa erzwingen, Russlands Wladimir Putin, der sich gegen den Westen wendet, und Donald Trump gehören. Trump stellte die Rolle der NATO (westliches Militärbündnis) in Frage.

Letzten Monat sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel den Deutschen, sie müssten „für ihre Zukunft als europäische Bürger kämpfen“. Truppen aus Deutschland wurden unter anderem nach Afghanistan und Mali geschickt. Und Merkel hat versprochen, die Verteidigungsausgaben ihres Landes zu erhöhen.

Doch Deutschland und seine Kanzlerin stehen vor einem grundsätzlichen Problem: Die Mehrheit der Deutschen scheut sich davor, diesen Weg zu gehen.

Ricarda Lange

"Zertifizierter Analyst. Hipster-freundlicher Entdecker. Beeraholic. Extremer Web-Wegbereiter. Unruhestifter."

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert